ÖVI - Schluß mit den Privilegien im österreichischen Wohnrecht

Österreichischer Verband der Immobilientreuhänder präsentiert Reformprogramm

Wien (OTS) - Das österreichische Wohnrecht prägt eine Vielzahl von unübersichtlichen Reglementierungen. Auch die Wohnrechtsnovelle '99 hat daran nichts geändert. Wir brauchen endlich klare, für alle leicht nachvollziehbare Richtlinien und einen freien Markt", fordert ÖVI-Präsident Mag.Thomas Malloth. "Österreich braucht ein modernes, europareifes Wohnrecht und eine echte Liberalisierung der österreichischen Immobilienwirtschaft."

Die Forderungen des ÖVI sind:
Faire Preise für Alt- und Geschäftsmieten
Weitere Liberalisierung der Befristungsmöglichkeiten
Festlegung einer vorläufigen Miete bei Räumungsklagen

"Derzeit sind wir von den international üblichen Standards meilenweit entfernt. Das schreckt Investoren ab. Es muß sich wieder lohnen in Immobilien zu investieren. Nur dann kann die Bausubstanz erhalten und der Wirtschaftsstandort gesichert werden", so Malloth weiter. "Mit den Privilegien im Wohnrecht muß endlich Schluß sein. Denn nach wie vor ist eine Gruppe von Mietern "gleicher": die eklatante finanzielle Bevorzugung von Altmietverträgen geht zu Lasten von jungen Familien." Durch ein großzügiges und exzessiv ausnutzbares Eintrittsrecht in diese Altmietverträge werde das Problem weiter prolongiert statt es endlich zu lösen. Die langfristige Angleichung der billigen Altmietverträge an das Marktniveau sei längst überfällig.

Das gleiche gelte für Geschäftsraummieten. Die "Schutzbedürftigkeit" von Geschäftsmietern sei nicht nachvollziehbar. "Generell sollten Büro-, Geschäfts- und Gewerbeimmobilien aus dem engen Korsett des Mietrechtsgesetzes befreit und Befristungen zugelassen werden", sagt Malloth.

"Egal ob Alt- oder Neubau, frei vereinbarte Befristungen müssen für alle Eigentumswohnungen gelten. Ein Regulierungsbedarf durch den Gesetzgeber ist nicht gegeben. Die Praxis im Neubau hat in den letzten Jahren gezeigt, daß Wohnungen in für beide Seiten vernünftig langen Zeiträumen angeboten werden. Der Wert von Eigentumswohnungen wird von der Beschränkung der Befristungsmöglichkeit stark gemindert", so Malloth.

"Die von diversen Landespolitikern immer wieder geforderte Verländerung des Mietrechts ist abzulehnen", so Malloth. Neun unterschiedliche Mietrechtsregelungen würden das ohnehin überreglementierte und von Detailregeln geprägte Mietrecht noch mehr komplizieren und zu neuen Ungleichheiten führen. Umso wesentlicher sei es daher, das österreichische Mietrecht nicht ausschließlich an den Besonderheiten des Landes Wiens zu orientieren. "Der ÖVI fordert daher ein vernünftiges, übersichtliches Mietrecht, das in ganz Österreich Geltung hat und um unnötige Detailregelungen und Privilegierungen bereinigt ist", so Malloth abschließend.

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