Neue Datenquelle für und über den Handel

Institut für Gewerbe und Handelsforschung (IfGH) versorgt jetzt auch den Handel mit aktuellen Kennzahlen

pwk - Einen neuen Weg der Datenerhebung gibt es ab sofort für und über den österreichischen Handel. Das Institut für Gewerbe und Handelsforschung (IfGH) wurde von der Bundessektion Handel in der Wirtschaftskammer Österreich beauftragt, kontinuierlich handelspolitisch relevante Studien, Umsatztests und Strukturuntersuchungen zu liefern. Das Institut war schon bisher keine Unbekannte in der Forschung, denn das Team rund um Präsident J. Hannes Pichler und Direktor Christian F. Lettmayr erstellt schon seit vielen Jahren unter dem Markenzeichen IfG Branchenanalysen für die Bundessektion Gewerbe, Handwerk, Dienstleistung. Unterstützt wird die Forschungskooperation vom Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten. ****

Konkret wird das nunmehr in IfGH umbenannte Institut monatlich einen Umsatztest, eine vierteljährliche Konjunkturerhebung und die traditionelle Weihnachtsumfrage für den Handel durchführen. Einmal im Jahr wird auch die Kosten- und Ertragssituation der Unternehmen analysiert. "Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir davon überzeugt sind, dass das Institut in der Lage ist, diese Erhebungen mit der notwendigen Sorgfalt, Objektivität und Verlässlichkeit durchzuführen", sagte Erich Lemler, Obmann der Bundessektion Handel, bei einer Pressekonferenz in Wien. Lemler erhofft sich vom IfGH nicht nur entsprechende Basisdaten für die tägliche Arbeit der Sektion, sondern auch eine solide Grundlage für eine regelmäßige Information der Öffentlichkeit.

In diesem Punkt wurden die Interessenvertretungen und Betriebe in den letzten Jahren vom Österreichischen Statistischen Zentralamt nicht gerade verwöhnt. Wie wichtig die Existenz eines Instituts wie das IfGH sein kann, machte Edith Corrieri, Obmann-Stv. der Gewerbe-Bundessektion deutlich, als sie aus einer kürzlich fertiggestellten Studie des Instituts zur Übernahmeproblematik in kleinen und mittleren Betrieben zitierte. Demnach sind 25 Gewerbe-, Handwerks-und Dienstleistungsbranchen und 17 Handelssparten am stärksten mit Problemen bei der Betriebsübergabe konfrontiert. Von rund 51.000 Übernahmen in den nächsten Jahren werden mehr als zwei Drittel in den Bereichen Gewerbe und Handel stattfinden. 200.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. "Das sind endlich aktuelle und verständlich aufbereitete Daten, die auch tatsächlich in unsere tägliche Arbeit und Entscheidungen einfließen können", sagte Corrieri.

Denn eine erfolgreiche Unternehmenspolitik ist auf objektive Forschungsergebnisse und fundierte Analysen aktueller Entwicklungstendenzen angewiesen, unterstrich Sektionschef Wilhelm Koprivnikar. Er bezeichnete das IfGH als "kongenialen Partner für das Wirtschaftsministerium, der nicht zuletzt durch seine enge Kooperation mit den einschlägigen Instituten an den österreichischen Universitäten für wissenschaftlich fundierte Analysen zur Verfügung steht".

Intensiver kooperieren wird das IfGH vor allem mit dem Institut für Handel und Marketing an der Wirtschaftsuniversität. Dessen Leiter, Peter Schnedlitz, erwartet sich von der engeren Zusammenarbeit "eine langfristige, gegenseitige Befruchtung zwischen der universitären Grundlagenforschung der Wirtschaftsuniversität und der anwendungsorientierten Arbeit des IfGH".

Die beiden Institute haben bereits bei der Erstellung des Europäischen Berichts über kleine und mittlere Unternehmen mitgewirkt, die immer öfter im Zentrum der Forschung stehen. Mit dem neuen Schwerpunkt Handel habe man dieser Entwicklung konsequent Rechnung getragen, so IfGH-Präsident Pichler. Schließlich sind Gewerbe, Handwerk, Dienstleistung und Handel die zentralen Bereiche der mittelständischen Wirtschaft. Die Verwandtschaft der beiden Bereiche sei groß, zusätzliche Kapazitäten würden allen dienen. Pichler ist überzeugt, dass das IfGH gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern in Österreich und Europa noch erfolgreicher internationale Projekte bearbeiten wird und damit auch den spezifischen österreichischen Standpunkten mehr Gehör verschaffen kann.

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