Die Kunst im besten Licht zeigen Das neue Haus der Sammlung Essl wird eröffnet

St. Pölten (OTS) - 40 Jahre Sammlertätigkeit stecken hinter der Sammlung Essl, der größten und umfassendsten Dokumentation österreichischer Malerei der Nachkriegszeit, die aber seit Beginn der 90erjahre auch in Richtung Internationale Kunst ausgeweitet wurde. Was von der Idee her als Depotraum für die mittlerweile mehr als 4000 Kunstwerke umfassende Sammlung begonnen hatte, wurde jetzt als Ausstellungshaus fertiggestellt und wird morgen, Freitag, 5. November 1999 eröffnet.

In Klosterneuburg, am Rande der Au, genau gegenüber dem Stift, plante Architekt Heinz Tesar einen modernen, lichtdurchfluteten Bau, der nicht nur den Hauptwerken der österreichischen und internationalen Moderne Platz bietet, sondern auch Schulungsrämue für Kunst-Didaktik enthält, denn ein Hauptziel Essls ist es, die zeitgenössische Kunst den Österreichern näherzubringen. Über die Bausumme und über Betriebskosten schweigt sich der kunstsinnige Baustoffhändler aus, er konnte aber als Partner einige Sponsoren gewinnen.

Das Ausstellungshaus entstand ohne einen einzigen Schilling an öffentlicher Förderung, betont Essl, der den Antrieb zu dem Mammutwerk aus einem ethisch-religösen Ansatz schöpft. Besitz lädt ihm auch Verpflichtungen gegenüber der Öffentlichkeit auf, er will einen kulturellen Auftrag erfüllen und der Kunst dienen. Als Gegenleistung der Öffentlichkeit fordert er im Gegenzug eine Gleichstellung seiner Sammlung mit staatlichen Institutionen ein, vor allem in steuerlicher Hinsicht.

Die Konzeption des Hauses, das von einem jungen Team geführt wird und auch eine musikalische Komponente, betreut von seinem Sohn, enthält, sieht neben der ständigen Sammlung eine Reiche von speziellen Sonderausstellungen vor. Die erste davon beginnt mit der Eröffnung, trägt den Titel "Sammlung Essl - the first view" und wurde vom Kurator Rudi Fuchs (Schweiz) konzipiert. Sie bringt viele Vergleiche österreichischer Kunst mit internationalen Werken. Schon gleich zu Beginn läuft ein dichtes Veranstaltungsprogamm an, das für Bildungsorganisationen und Schulen ein Muß darstellen sollte, so informativ und kompetent wie bei Essl kann man wohl kaum sonstwo den Zugang zur Zeitgenössischen Kunst finden.

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