Volksanwältin Krammer deckt auf: Pensionsschaden wegen Beratungsmangel beim Arbeitsmarktservice Wien

Wien (OTS) - Frau R. (56) war von Mitte 1997 bis Ende September
1998 beim Arbeitsmarktservice Wien arbeitslos gemeldet, bezog zunächst Arbeitslosengeld und danach die Notstandshilfe. Was Frau R. nicht wusste: Bereits ab 1. August 1998 hätte sie Anspruch auf eine vorzeitige Alterspension gehabt, wenn sie bereits im Laufe
des Monats Juli 1998 einen entsprechenden Pensionsantrag gestellt hätte. Aber niemand informierte Frau R. und so stellte sie ihren Antrag verspätet im Laufe des September und erhielt die Pension erst ab Oktober. Die Pension für die Zeit von August bis Ende September wäre aber vor allem wegen der Pensionssonderzahlung für September höher gewesen als die Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Der finanzielle Schaden belief sich auf rund öS 9.000,--.****

Im Zuge der Überprüfung dieses Falls durch Volksanwältin Krammer kam hervor, dass das Arbeitsmarktservice Wien bereits im Jahre 1997 von der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter schriftlich darüber informiert worden war, dass Frau R. ab 1. August 1998 einen Anspruch auf vorzeitige Alterspension hätte. Das Arbeitsmarktservice hätte daher ab diesem Zeitraum überhaupt kein Arbeitslosengeld bzw. keine Notstandshilfe mehr gewähren dürfen. Das Arbeitsmarktservice wäre vielmehr verpflichtet gewesen, Frau
R. darüber zu belehren, dass sie rechtzeitig einen Pensionsantrag stellen muss. Die Volksanwaltschaft ersuchte das
Arbeitsmarktservice daher, für den eingetretenen Pensionsschaden Wiedergutmachung zu leisten.

Dazu Volksanwältin Krammer: "Der Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Wien, Klaus Werner, hat sich letztlich unserer Argumentation angeschlossen und Frau R. den Differenzbetrag nachbezahlt. Darüber hinaus hat mir der Landesgeschäftsführer aber auch versprochen, die Beratung über die Voraussetzungen einer vorzeitigen Alterspension zu verbessern und ältere Arbeitslose in diesem Zusammenhang besser zu informieren."

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