Generika könnten medizinischen Fortschritt absichern, wenn....

Wien (OTS) - +++Pharmig: Mögliche Einsparungen bei den Heilmittel-Ausgaben der Sozialversicherung durch eine verstärkte Verordnung von Generika dürfen die wichtige Position von innovativen Arzneimitteln auch im Interesse der PatientInnen keinesfalls schwächen+++

Klare Position bezieht die Pharmig, Vereinigung
pharmazeutischer Unternehmen zum Thema "Generika" (= Medikamente nach Patentablauf), anlässlich des heutigen Pressegespräches des Fachverbandes Chemische Industrie der Wirtschaftskammer Österreich.

Generika sind qualitativ einwandfreie Arzneimittel nach Patentablauf, die für die Sozialversicherung günstiger zu Buche schlagen als neue, innovative Medikamente. (Bei letzteren müssen die Forschungs- und Entwicklungskosten in Milliarden-Höhe während der Patentlaufzeit von derzeit nur zwölf oder weniger Jahren bedingt durch eine zu lange Registrierungs- und Zulassungsdauer, eingespielt werden, Anm.). Durch eine verstärkte Verordnung von Generika wäre es der Sozialversicherung möglich, ihre Arzneimittelausgaben zu senken.

Zwt.: Ohne Innovationen keine Generika

Aus der Verordnung von Generika erzielte Einsparungen, so die Pharmig, müssten jedoch dazu verwendet werden, innovativen Arzneimitteln einen schnelleren Marktzutritt durch Kassenfreiheit zu ermöglichen. Es wäre weder seitens der Industrie akzeptabel noch im Sinne der PatientInnen zu vertreten, wenn trotz der verstärkten Verordnung von Generika neue, hochwirksame und dringend gebrauchte Medikamente nicht oder nur sehr schleppend kassenfrei zur Verfügung stünden. Eine Beeinträchtigung der Innovationen würde einen empfindlichen Rückschritt in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung darstellen. Schließlich seien Generika auch einmal innovative Präparate gewesen; das bedeutet, dass es ohne Innovationen auch keine Generika gäbe.

Die Pharmig bekennt sich zu einem vernünftigen und ökonomisch sinnvollen Einsatz von Medikamenten, wie dies ja auch im Projekt Arznei & Vernunft, einer Kooperation zwischen Pharmawirtschaft und Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, zum Ausdruck kommt. Einen möglichen grundsätzlichen Appell an die Ärzteschaft, immer dann Generika zu verordnen, wenn es solche gibt, könnte die Pharmig aber nicht unterstützen, denn ein solcher würde nicht zuletzt der Verordnungsfreiheit der Ärzteschaft (und damit auch den Intentionen der Initiative Arznei & Vernunft) zuwiderlaufen. -rm

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