• 03.11.1999, 10:21:31
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  • OTS0073

Generika könnten medizinischen Fortschritt absichern, wenn....=

+++Pharmig: Mögliche Einsparungen bei den Heilmittel-Ausgaben der
Sozialversicherung durch eine verstärkte Verordnung von Generika
dürfen die wichtige Position von innovativen Arzneimitteln auch im
Interesse der PatientInnen keinesfalls schwächen+++

Wien (OTS) - Klare Position bezieht die Pharmig, Vereinigung
pharmazeutischer Unternehmen zum Thema "Generika" (= Medikamente nach
Patentablauf), anlässlich des heutigen Pressegespräches des
Fachverbandes Chemische Industrie der Wirtschaftskammer Österreich.

Generika sind qualitativ einwandfreie Arzneimittel nach Patentablauf,
die für die Sozialversicherung günstiger zu Buche schlagen als neue,
innovative Medikamente. (Bei letzteren müssen die Forschungs- und
Entwicklungskosten in Milliarden-Höhe während der Patentlaufzeit von
derzeit nur zwölf oder weniger Jahren bedingt durch eine zu lange
Registrierungs- und Zulassungsdauer, eingespielt werden, Anm.). Durch
eine verstärkte Verordnung von Generika wäre es der
Sozialversicherung möglich, ihre Arzneimittelausgaben zu senken.

Zwt.: Ohne Innovationen keine Generika

Aus der Verordnung von Generika erzielte Einsparungen, so die
Pharmig, müssten jedoch dazu verwendet werden, innovativen
Arzneimitteln einen schnelleren Marktzutritt durch Kassenfreiheit zu
ermöglichen. Es wäre weder seitens der Industrie akzeptabel noch im
Sinne der PatientInnen zu vertreten, wenn trotz der verstärkten
Verordnung von Generika neue, hochwirksame und dringend gebrauchte
Medikamente nicht oder nur sehr schleppend kassenfrei zur Verfügung
stünden. Eine Beeinträchtigung der Innovationen würde einen
empfindlichen Rückschritt in der medizinischen Versorgung der
Bevölkerung darstellen. Schließlich seien Generika auch einmal
innovative Präparate gewesen; das bedeutet, dass es ohne Innovationen
auch keine Generika gäbe.

Die Pharmig bekennt sich zu einem vernünftigen und ökonomisch
sinnvollen Einsatz von Medikamenten, wie dies ja auch im Projekt
Arznei & Vernunft, einer Kooperation zwischen Pharmawirtschaft und
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, zum
Ausdruck kommt. Einen möglichen grundsätzlichen Appell an die
Ärzteschaft, immer dann Generika zu verordnen, wenn es solche gibt,
könnte die Pharmig aber nicht unterstützen, denn ein solcher würde
nicht zuletzt der Verordnungsfreiheit der Ärzteschaft (und damit auch
den Intentionen der Initiative Arznei & Vernunft) zuwiderlaufen. -rm

Rückfragehinweis:
Pharmig-Pressestelle, Ruth Mayrhofer
Tel. (+43/1) 523 29 56
e-mail: [email protected]

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