• 02.11.1999, 11:52:21
  • /
  • OTS0115

ÖGB-Pensionisten: Kaufkraftverlust verhindern

ÖGB-Pensionisten fordern Verhandlungen mit Bundeskanzler

Wien (ÖGB). Bei der ersten Verhandlungsrunde zur Pensionsanpassung
2000 mit Sozialministerin Lore Hostasch stellte der Vorsitzende der
ÖGB-Pensionisten Hans Schmölz heute fest, dass es keinen
Kaufkraftverlust der Pensionisten geben dürfe. ++++

Schmölz lobte die Bemühungen Hostaschs, eine positive Lösung für die
Pensionsanpassung 2000 zu finden, wies jedoch darauf hin, dass ihre
Möglichkeiten auf Grund der Gesetzeslage begrenzt sind. Auf Grund
dieser Situation, so Schmölz, hätten die ÖGB-Pensionisten eine
Verhandlungsrunde mit dem Bundeskanzler, dem Vizekanzler und dem
Finanzminister verlangt.

Schmölz stellte nach der heutigen Verhandlung fest, dass eine nur
einprozentige Erhöhung der Pensionen oder die von Finanzminister
Edlinger vorgeschlagene Erhöhung von 100 Schilling für alle nicht den
Erwartungen der betroffenen Pensionistinnen und Pensionisten
entspreche.

Schmölz dazu: "Kein Pensionist versteht diese Berechnungsformel und
die derzeitige Praxis der Pensionsanpassung. Die betroffenen Menschen
haben das Gefühl, dass sie nicht gerecht behandelt werden, wenn sie -
verglichen mit den Lohn- und Gehaltssteigerungen im jeweiligen
Jahresvergleich - nur einen Bruchteil davon bekommen.”

Ebenso unverständlich sei, dass jene, die am längsten - oft 45
Beitragsjahre - und am meisten in das System einbezahlt und somit
auch am längsten gearbeitet haben, eine geringere Pensionserhöhung
bekommen sollen als jene, die weniger einbezahlt haben und früher in
Pension gingen, unterstrich Schmölz. Diese Form der Umverteilung
innerhalb des Pensionssystems sei "ungerecht” und auf längere Sicht
"der Tod des Systems”, denn das Ziel der Lebensstandardsicherung wäre
damit für Hunderttausende gefährdet.

Dies müsse auch deshalb kritisch betrachtet werden, da schon weitere
Sparbudgets in den kommenden drei Jahren in Diskussion sind und daher
auch weiterhin mit geringeren Pensionsanpassungen zu rechnen ist.

Zu den niedrigeren Pensionen erklärte Schmölz: ”Natürlich ist es
notwendig, dass Pensionen von Ausgleichszulagenbeziehern stärker
angehoben werden. Dies gelte auch für jene Pensionisten, die von der
Steuerreform nicht profitieren. Dies dürfe jedoch nicht zu Lasten
anderer Pensionsbezieher geschehen.”

Abschließend betonte der Vorsitzende der ÖGB-Pensionisten:
”Pensionserhöhungen werden immer eine "politische Frage” sein; aber
jede politische Lösung, die nicht mindestens die volle Kaufkraft
sichert, wäre die falsche Entscheidung.” (bfm)

ÖGB, 2. November 1999 Nr. 520

Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Tel. (01) 534 44/480 Dw.
Fax.: (01) 533 52 93

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB/NGB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel