• 29.10.1999, 15:21:31
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  • OTS0221

Vorabmeldungen zu GEWINN 11/99 vom 3.11.1999=

Bricht der Damm bei den Banköffnungszeiten? Wiener
Raiffeisen-Filialen öffnen am Samstag =

Wien (OTS) - Zehn Filialen der Raiffeisenlandesbank
Niederösterreich-Wien halten im November in Wien an den vier
Samstagen mittags von elf bis 13 Uhr offen, berichtet der GEWINN.
Raiffeisenbanker Dr. Georg Kraft-Kinz: Nach 40 Jahren war die
Änderung der Öffnungszeiten überfällig. Diese Aktion ist ein Service
für unsere berufstätigen Kunden." Kraft-Kinz verweist auf Erhebungen,
die ergaben, daß rund die Hälfte der berufstätigen Kunden speziell
zum Thema Vorsorgeberatung diesen Service wünscht. Bankgeschäfte wie
z. B. Einzahlungen werden aber nicht abgewickelt. Und jeder
Mitarbeiter, der samstags arbeitet, wird dies auf freiwilliger Basis
tun. Kraft-Kinz: "Das ist kein Angriff auf die anderen Banken. Aber
wenn die Aufregung kommt, sehen wir ihr gelassen entgegen."

Einführung von Leistungsprämien für Vertragsbedienstete

Prämienbonus im Beamtenstaat

Hinter verschlossenen Türen bei der Beamtengehaltsrunde kündigt sich
eine kleine Sensation an. Erstmals soll, wie der GEWINN berichtet, im
Beamtenstaat Österreich das Leistungslohn-Prinzip eingeführt werden.
Christian Havranek, Gehaltsexperte beim Institut für
Unternehmensberatung ifu, und Mannen der Sektion VII des
Finanzministeriums haben gemeinsam ein Bonussystem für fleißige
Staatsdiener erarbeitet. In einem ersten, wenn auch winzigen Schritt
sollen alle neuen sowie weitere rund 30.000 der bisherigen
Vertragsbediensteten, die sich bereits für das neue System
entschieden haben, im Jahr 2000 erstmals Leistungsprämien kassieren
können.

Österreichs Manager erwarten Neuwahlen
Kein Vertrauen in Parteiengespräche

Kein Vertrauen in ein Auflösen der Pattsituation zwischen den
Parteien. Aus einer Umfrage des GEWINN geht hervor, daß rund ein
Drittel der 250 befragten österreichischen Manager an ein Scheitern
der Gespräche zwischen den Parteien und an darauf folgende Neuwahlen
glaubt. Je 25 Prozent erwarten eine Neuauflage der großen Koalition
bzw. eine SPÖ-Minderheitsregierung. Nur zwei Prozent rechnen damit,
daß die SPÖ Wolfgang Schüssel zum Bundeskanzler machen wird, nur um
wieder eine große Koalition bilden zu können. Rund 15 Prozent
erwarten eine ÖVP/FPÖ-Regierung.

Leiter des WIFOs stellt klar:

Budget fehlt 20 Milliarden Schilling!

"Wir haben budgetär drei Jahre lang keinen Spielraum ? und das unter
der Annahme, daß die Konjunktur sehr gut laufen wird. Immerhin
rechnen wir für das Jahr 2000 mit einem realen Wirtschaftswachstum
von 2,8 Prozent. Nicht auszudenken, welche zusätzliche
Budgetbelastung es bedeuten würde, bliebe dieser Konjunkturimpuls
aus. Der nächste Finanzminister, wie immer er heißen mag, ist
wahrlich nicht zu beneiden", warnt Prof. Dr. Helmut Kramer, Leiter
des Wirtschaftsförderungsinstituts (WIFO) in einem Interview im
GEWINN. Und stellt klar: "Das Maßnahmenpaket der Regierung, also die
Steuersenkung und das Familienpaket, kostet 32 Milliarden Schilling.
Durch das höhere Wirtschaftswachstum können vielleicht elf Milliarden
davon kompensiert werden, Bleibt aber immer noch, grob gesprochen,
ein Loch von 20 Milliarden Schilling im Budget. Egal wer in der
Regierung sitzt, um die Lösung dieser Frage wird niemand
herumkommen."

Silvester 2000:
Österreichs Manager feiern Jahreswechsel zu Hause

46 Prozent von 250 befragten heimischen Managern feiern den
Jahreswechsel lieber in den eigenen vier Wänden, nur sechs Prozent
gaben in einer GEWINN-Umfrage an, Silvester im Ausland zu verbringen.
Rotweißrot steht hoch im Kurs. 25 Prozent bleiben im Ort bzw. der
Stadt, 23 Prozent feiern in Österreich.

Amerikanische Zeitarbeitsfirma prozessiert seit 1991 um
österreichischen Namen:
Manpower gegen Manpower

Acht Jahre dauert bereits der heiß geführte Rechtsstreit rund um den
Namen "Manpower". Wie der GEWINN in seiner neuesten Ausgabe
berichtet, geht es dabei um rund 22 Millionen Schilling.
Gerichtsanhängig ist "Manpower gegen Manpower" seit 1991. Damals
brachte Manpower Inc. eine internationale Schiedsklage in Wien bei
der Wirtschaftskammer ein. Grund: Der Lizenzvertrag mit der Manpower
Unternehmens- und Personalberatung GmbH wurde damals nicht
verlängert, das Management verweigerte jedoch die Herausgabe der
Unterlagen und führte den Namen Manpower weiter. Das Urteil fiel
heuer zugunsten der amerikanischen Manpower aus. Manpower Austria hat
den Namen zurückzugeben und rund 22 Millionen Schilling für die
Verwendung des Namens nachzuzahlen. Das Urteil wurde von Manpower
Austria beim Handelsgericht beeinsprucht, das Verfahren ist derzeit
noch im Laufen.

Megatrends 2000 an den großen Börsen

Contrarians sind am Aussterben

Die Zyklen an den Börsen werden immer kürzer! Oft fade
Seitwärtsbewegungen von vielen Monaten oder Jahren gehören der
Vergangenheit an. Kaum ein Börsianer kann noch auf irgend etwas
warten ? alles oder nicht, so lautet die Devise der Zukunft. Ist man
optimistisch, dann volle Kraft voraus. Ist man pessimistisch, werden
die Positionen gegen Null gefahren. Was zu entsprechend hoher
Volatilität führen wird, berichtet der GEWINN über die Megatrends
2000 an den großen Börsen. Ein wesentlicher Grund für das Ansteigen
der Volatilitäten ist "Trendfollowing". Echte Individualisten bzw.
die Contrarians (jene Investoren, die generell das Gegenteil der
Mehrheit machen und daraus Profite ziehen) sind im Aussterben
begriffen. Ein weiterer Megatrend: Spezialrisken werden nicht mehr
belohnt, der Trend zu den Indexfonds ist daher enorm.

Europaweit erstes Gründerzentrum für Leute mit Handicap

Behinderte Menschen werden Jungunternehmer

Die meisten heimischen Firmen geben aus Angst, "den Behinderten nie
mehr wieder loszuwerden", ihnen erst gar keine Jobchance! Laut dem
Sonderbericht Horizon - Initiative Beschäftigung liegt die
Arbeitslosenquote bei Behinderten in Deutschland (ca.15 Prozent),
Frankreich (ca. 32 Prozent) und Großbritannien (knapp über 20
Prozent) weit unter jener von Österreich (rund 55 Prozent). Wie der
GEWINN berichtet wird nun im Grambacher Gründerzentrum bei Graz, dem
europaweit ersten für Menschen mit Handicap, der Spieß umgedreht.
Baubeginn war im März, dieser Tage wird das Technologiezentrum
fertiggestellt. Rund 21 Millionen Schilling wurden investiert (davon
zehn Millionen vom Land Steiermark). Mitinitiator des
Grambach-Projekts Peter Perkonigg: "Wir stellen Jungunternehmern mit
Handicap Räumlichkeiten ohne Mieten zur Verfügung." Verrechnet werden
nur die Betriebskosten. Die neuen "Handicap-Unternehmer" sind in
erster Linie in den Bereichen Softwareprogrammierung, Web-Design,
Grafik und CAD etc. tätig, Platz gibt es für rund 20 Firmen.

Gute Zeiten für Wohnungssuchende

Weiterhin Überangebot an Wohnungen

Gute Zeiten weiterhin für Wohnungssuchende. Der Präsident des
Österreichischen Verbandes der Immobilientreuhänder (ÖVI) Thomas
Malloth schätzt, daß das momentane Überangebot an Eigentumswohnungen
die Preise noch zwei Jahre lang unten halten wird, wie er dem GEWINN,
der 5.000 Neubauwohnungen auflistet, gegenüber erzählte. "Wenn Wien,
wie eigentlich schon beschlossen, Anfang nächsten Jahres tatsächlich
die Förderung für die Sanierung von 60er- und 70er-Jahre-Wohnungen
erhöht, und das sind mehrere hunderttausend, dann werden auch diese
wieder für Käufer interessant", rechnet Malloth mit einem demnächst
noch größeren Angebot an günstigen Wohnungen, als es bereits bisher
der Fall ist.

Rückfragehinweis: GEWINN
Tel. 01/521 24/0

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