• 29.10.1999, 13:49:31
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  • OTS0197

Stadt- und Landesarchiv ab 2001 im Gasometer=

Wien, (OTS) Das Wiener Stadt- und Landesarchiv bezieht ab
März 2001 neue, großzügige Räumlichkeiten im Gasometer D in
Erdberg. Im Rahmen des Stadterneuerungsprojekts Gasometer erhält
das Archiv ein Quartier, das allen Anforderungen in bester Weise
gerecht wird. Auf rund 12.000 Quadratmetern Fläche (ohne
Verkehrsflächen) werden genügend Depoträume für die nächsten
Jahrzehnte, Büroräumlichkeiten, Benützerräume, ein Vortragssaal,
Ausstellungsraum, Lesesaal etc. Platz finden. Mit dem Bau im
Gasometer "übersiedeln" nicht nur die bisher im Rathaus gelegenen
Archiv-Räumlichkeiten nach Erdberg, sondern auch die über die
ganze Stadt verstreuten Depot-Orte. Damit werden sich sämtliche
Archiv-Bestände unter einem Dach befinden. Die Anbindung an den
öffentlichen Verkehr ist durch die U3 gewährleistet, der
Nutzungsmix in den Gasometern mit Wohnungen, Büros, Geschäften
und Veranstaltungsorten sorgt für die entsprechende Einbindung des
Archivs in das urbane Leben.

Kulturstadtrat Peter Marboe, der das Projekt am Freitag
gemeinsam mit dem Direktor des Stadt- und Landesarchivs Ferdinand
Opll, Architekt Wilhelm Holzbauer und Dir. Ewald Kirschner,
Gesiba, der Öffentlichkeit präsentierte, verwies auf die Bedeutung
des Archivs als Gedächtnis der Stadt, wie auch als
Kommunikationsort und Ort wissenschaftlicher Arbeit. Mit der
Ansiedlung im Gasometer sei das Archiv in ein großartiges
städtebauliches Projekt integriert, das in idealer Weise Alt und
Neu kombiniere.****

Das Stadt- und Landesarchiv kann auf Bestände bis ins 13.
Jahrhundert zurück verweisen, darunter alte
Stadtrechtsprivilegien (ab 1296), die ältesten Rechnungsbücher der
Stadt (ab 1424) oder auch auf das Originaltestament Beethovens
oder Originalpläne von Otto Wagner. Insgesamt verfügt das Archiv
über Akten, Bücher, Dokumente, Handschriften, Pläne und Urkunden
im Gesamtumfang von 35.000 Laufmetern, wobei pro Jahr ca. 1000
Laufmeter dazukommen.

Die Besucherfrequenz des Archivs beträgt derzeit ca 6.000
Benützertage pro Jahr, weiters werden auch tausende telefonische
und schriftliche Anfragen durch das Archiv erledigt. Mit
Publikationen und Ausstellungen leistet das Archiv
wissenschaftliche Arbeit und bietet Information für die breitere
Öffentlichkeit. Für die gesamte Arbeit des Archivs ergeben sich
mit den neuen Räumlichkeiten im Gasometer beste Bedingungen. Das
Archiv verfügt ab 2001 über drei geschlossene Untergeschosse, die
allein Depotzwecken dienen und drei Geschosse - über der
zweistöckigen, alle Gasometer durchziehenden "Mall" -, die für
Büros, Kommunikation, Besucherbetrieb etc. gewidmet sind. Die
Baukosten betragen 295 Millionen Schilling, wobei die Stadt Wien
der Gesiba bereits 280 Millionen Schilling bereits überwiesen hat.
Mit den durch diese Überweisung ermöglichten Veranlagungserträgen
erzielt die Gesiba die restlichen 15 Millionen. (Schluss) gab

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

Dr. Martin Gabriel
Tel.: 4000/81 854
e-mail: [email protected]

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