Gewerbeverein ortet im öffentlichen Dienst Riesen-Sparpotential

Wien (OTS) - Erst vor kurzem wurde uns vorgerechnet, dass im öffentlichen Dienst etwa eine Million Überstunden jährlich anfallen.

Nach der ÖGB-Milchmädchenrechnung, die normalerweise der Argumentation für die 35-Stunden-Woche zugrundegelegt wird, ist diese Summe leicht einzubringen:

Die 600.000 öffentlich-rechtlichen Bediensteten haben eine Krankenstandsrate, die etwa sieben Prozentpunkte über jener in der Privatwirtschaft liegt. Bringt man die "Beamten" (i.w.S.) auf das Krankenstandsniveau der Privatwirtschaft, ergibt dies eine Einsparung von 75 Millionen Arbeitsstunden.

Bringt man mit einer Gesetzesänderung den öffentlich-rechtlichen Bereich voll in die Geltung des Arbeitszeitgesetzes, dann fällt das Beamtenprivileg der bezahlten Mittagspause - eine halbe Stunde muss nach sechs Stunden Arbeit geruht werden. Dieser Wert bringt eine Einsparung von 67 Millionen Arbeitsstunden.

Wer bei einem derartigen Potential von 142 Millionen Arbeitsstunden Sparvolumen wegen einer Million Überstunden jammert, der hat wohl die Realität verloren.

Durch zwei einfache Maßnahmen - rigoroses Disziplinarrecht bei Krankenstandsverstößen und einer simplen Gesetzesänderung - kann man im öffentlichen Dienst 141 Millionen Stunden einsparen.

Bezogen auf die etwa 840 Millionen Stunden - die heute ohne Rationalisierungen im öffentlich-rechtlichen Dienst erbracht (nicht unbedingt geleistet) werden - sind diese 141 Millionen Stunden immerhin fast 17 Prozent Einsparungsvolumen.

Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) fordert daher von einer neuen Bundesregierung, dass der Personalabbau im öffentlich-rechtlichen Dienst innerhalb von wenigen Jahren vierzig Prozent (17 Prozent wie dargelegt und Rationalisierungen) zu betragen hat - dieses Gesetz sollte Verfassungsrang erhalten.

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