Herzog: LIF will in Gemeindebesitz stehende Kirchen verkaufen

LIF bleibt "Linie" treu - Kein Fettnapf wird ausgelassen

Wien, 1999-10-27 (fpd) - Mit Absonderlichkeiten ruft sich das in Auflösung begriffene Liberale Forum in die Medienöffentlichkeit zurück, sagte heute der freiheitliche Stadtrat Johann Herzog. Neuerster Einfall: Verkauf von in Obhut der Gemeinde Wien befindlichen Kirchen und Kapellen an private Interessenten. "Ob
sich hier Hecht und Co an den Entwicklungen in der ehemaligen DDR ein Vorbild genommen haben? Dort wurden Gotteshäuser allen möglichen profanen Zwecken zugeführt. Fürwahr ein der mitteleuropäischen Kulturtradition entsprechender Einfall!"****

Aber es kommt noch dicker! Das LIF, zumindest dem Namen nach,
sollte der Freiheitsidee verpflichtet sein, scheut sich jedoch
nicht auf feudale Vorstellungen zurückzugreifen, so Herzog. Das alte Patronat - ursprünglich Herrschaftsrechte der mittelalterlichen Lehensherren und heute nur mehr in Restbeständen vorhanden - soll nach liberalem Willen mit neuem Leben erfüllt werden. Ein Kommentar dazu erscheint unnötig, so Herzog.

Die Wiener Freiheitlichen bekennen sich zur Verpflichtung der Gebietskörperschaften und somit auch der Stadt Wien nach besten Kräften die Erhaltung unseres Kulturgutes zu sichern, betonte Herzog. Die Aufgabe der Stadt Wien die Bausubstanz der Wiener Sakralbauten mitzuerhalten ist nach freiheitlicher Ansicht unverrückbar.

Pressemeldungen, wonach die sozialistische Stadtverwaltung diesen liberalen Anschlägen auf unsere Kulturtradition ein offenes Ohr leihen könnte, entsprechen hoffentlich nicht den Tatsachen, so Herzog. Die zuständigen Rathausskoalitionäre werden um diesbezügliche Klärung dringend ersucht, schloß Herzog. (Schluß) mg nnn

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