Nazi-Verharmlosung in VOR-Artikel ?

JVP14 kritisiert sorglosen Umgang mit Nationalsozialismus in Zeitung der Verkehrsbetriebe

Wien, 21.10.1999: Im aktuellen VOR-Magazin, der Zeitung der Wiener Verkehrsbetriebe, schreibt Herr Kubasta in seiner "Matscho"-Kolumne über Frauenpolitik im 3. Reich. In heiter-unterhaltsamem Stil werden Nazi-Texte zitiert, und "Matscho"-Kubasta kommentiert ironisch die Ansichten eines "Matschos" zu dieser Einstellung. Nach dem Motto "Das war´n noch Matschos, diese Nazis" klingt die ganze "Story vom 3. Reich" schon sehr harmlos. Die Junge ÖVP Penzing kritisiert diese versteckte Verharmlosung des Nationalsozialismus und fordert die Wiener Verkehrsbetriebe auf, die Nummer des VOR-Magazins einzuziehen.

ZITAT: "... so kann es bei der Wahl zum "Macho-Team des Jahrtausends" nur einen wirklich überzeugenden Sieger geben, und dieser ist -Vorhang auf: Das nationalsozialitische Regime des Dritten Reiches ! Heil Macho. Das waren wackere Burschen, kann ich Ihnen verraten. Die haben Sachen gesagt, die wir armen, unterdrückten Männer uns heutzutage nicht einmal mehr denken getrauen ..."

"Ein unbedarfter Charakter kann hier leicht das Gefühl bekommen, daß die Nazis nur schlechtere Matschos waren. Ganz nach dem Motto: So schlimm war´s schon nicht !" meint Markus Kroiher von der Jungen ÖVP Penzing. "Gerade mit dem Thema des Nationalsozialismus sollte in Österreich sehr sorgsam umgegangen werden. Keineswegs eignet sich die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus zur Verharmlosung in Satiren !"

Die Junge ÖVP Penzing fordert die Wiener Verkehrsbetriebe auf, die betreffende Nummer des VOR-Magazins umgehend einzuziehen, um weiteren Schaden zu verhindern. Als Wiedergutmachung sollte nach Vorstellung der JVP14 in der nächsten Nummer des VOR-Magazins eine umfangreiche Darstellung der tatsächlichen Greuel des Nationalsozialismus für eine echte und ernstgemeinte Vergangenheitsbewältigung sorgen.

Kroiher: "Wir unterstellen weder den Verkehrsbetrieben noch Herrn Kubasta böse Absicht. Ganz in diesem Sinne sind wir aber überzeugt, daß die Verkehrsbetriebe alles unternehmen werden, um den entstandenen Schaden einzudämmen !"

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