• 16.10.1999, 08:10:00
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  • OTS0022

Feurer: Hunderttausend Niederösterreicher beklagen Schwierigkeiten bei Wohnbauförderungsdarlehen

LHStv. Prokop muss Nachteile im Rahmen der Neuregelung der Rückzahlungsabwicklung schleunigst bereinigen

St. Pölten, (SPI) - "Die kürzlich erfolgte Übertragung der
Rückzahlungsabwicklung von NÖ-Wohnbauförderungsdarlehen vom Land an
die Hypo-Landesbank brachte für rund 150.000 Bürgerinnen und Bürger
teils gravierende Nachteile und Mehrkosten. Viele früher
unentgeltliche Leistungen wurden einfach gestrichen, wichtige
Informationen werden nicht mehr übermittelt und damit die
Kreditnehmer möglichen Zinszahlungen und einer Kreditfälligstellung
ausgeliefert. Die massiven Proteste der Bevölkerung und der NÖ
Sozialdemokraten haben nun offensichtlich im verantwortlichen
Prokop-Ressort zu einem Umdenkprozeß geführt. Prokop muss dafür
sorgen, dass diese ‘Reform’ zu Lasten der Menschen schleunigst
rückgängig gemacht wird", kritisiert der Wohnbausprecher der SPNÖ,
Labg. Werner Feurer, die Vorgangsweise des verantwortlichen
Prokop-Wohnbauressorts.****

So plante die ÖVP-Niederösterreich umfangreiche Maßnahmen. Im neuen
System mittels Einzugsermächtigung gäbe es keine automatische
Verständigung mehr, wenn - wie in den Tilgungsplänen der
Förderungsdarlehen vorgesehen ist - die Rückzahlungsrate erhöht wird.
Ein Konsument, der keine Einzugsermächtigung erteilt, müsste sich
also selber darum kümmern, wann und in welchem Ausmaß er die
Rückzahlungsrate erhöht. Versäumt er das, kann die Förderung
entzogen bzw. das Wohnbaudarlehen wie jeder andere Kredit fällig
gestellt werden.

Außerdem soll die Versendung von Zahlscheinen in Zukunft nur mehr auf
ausdrücklichen Wunsch erfolgen. Wer also vergisst, rechtzeitig
Zahlscheine anzufordern, gerät automatisch in Zahlungsverzug. Und
dafür wird der "bankübliche Spesensatz" verrechnet. Aber auch für
jene, die rechtzeitig daran denken, die Zahlscheine zu ordern, gibt
es unerfreuliche Nachricht: Sie müssten in Zukunft pro Jahr einen
Kostenersatz von 50 Schilling zahlen. Damit nicht genug. Wer in
Zukunft eine Bestätigung für das Finanzamt für den Jahresausgleich
braucht, wird auch dafür extra zahlen müssen.

"Die Neuregelung brächte für die Kunden keine einzige Verbesserung,
ja teilweise hohe Mehrkosten. Diese Geschäftspolitik der
ÖVP-Niederösterreich zu Lasten der Menschen kann nicht hingenommen
werden. Pröll und Prokop müssen dafür sorgen, dass diese Planungen
rasches zurückgenommen werden", fordert der SP-Politiker
abschließend.
(Schluss) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200/2794

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