Abwasserverband Lainsitz: Verbandskläranlage wird eröffnet

Schon jetzt Reinigung von 30.000 Einwohnergleichwerten

St.Pölten (NLK) - Am Freitag, 15. Oktober, um 16 Uhr wird die neue Verbandskläranlage im Gmünder Stadtwald, die derzeit bereits die Abwässer von Amaliendorf-Aalfang, Gmünd, Großdietmanns und Schrems mit rund 30.000 Einwohnergleichwerten vollbiologisch reinigt, sowie die verbindenden Sammelrohranlagen eröffnet. Die Gemeinde Brand-Nagelberg wird mit einem Teil der Abwässer schon in den nächsten Tagen folgen, die Stadtgemeinde Heidenreichstein schließt voraussichtlich nächstes Jahr an. Die Gesamtkosten betragen für die Verbandskläranlage und die neu zu errichtende Kanalisation rund 390 Millionen Schilling. Die Festansprache wird Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger halten. Am Samstag, 16. Oktober, findet von 9 bis 16 Uhr außerdem ein "Tag der offenen Tür" statt.

Die Planung der Verbandskläranlage in Gmünd, an der Lainsitz gelegen, übernahm Dipl.Ing. Dr. Werner Lengyel. Die Verbandskläranlage wurde im Dezember 1998 fertiggestellt. Nach dem Probelauf wurden die alten Abwasserreinigungsanlagen in Gmünd und in Schrems außer Betrieb genommen.

Das Abwasser, angeliefert von rund 27.200 Laufmeter Kanalisationsanlagen, gelangt zuerst zum Feinrechner, der grobe Abfallstoffe zurückhält. Dann wird das Wasser in einem Rechengutwirbelwäscher gewaschen und gepreßt, durchfließt anschließend das Vorklärbecken, wo die Reinigung vom Grobschlamm erfolgt, und die Belebungsbeckengruppe. Dort werden der Phosphor und die organischen Stoffe abgebaut, gleichzeitig wird Sauerstoff eingebracht. Schließlich kommen die Abwässer noch in Nachklärbecken. Das biologisch gereinigte Abwasser wird rund einen Kilometer vor der tschechischen Grenze in die Lainsitz eingeleitet. Der anfallende Schlamm selbst landet in einem Faulbehälter, wo Methangas gewonnen und das Volumen auf ein Drittel reduziert wird. Das gewonnene Gas wird in der Kläranlage verheizt oder auch zur Stromgewinnung verwendet. Der gewonnene und abgepreßte Schlamm wird schließlich kompostiert und den Gemeinden als Material für den Wegebau zur Verfügung gestellt.

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