• 12.10.1999, 11:00:23
  • /
  • OTS0097

Abwasserverband Lainsitz: Verbandskläranlage wird eröffnet

Schon jetzt Reinigung von 30.000 Einwohnergleichwerten

St.Pölten (NLK) - Am Freitag, 15. Oktober, um 16 Uhr wird die neue
Verbandskläranlage im Gmünder Stadtwald, die derzeit bereits die
Abwässer von Amaliendorf-Aalfang, Gmünd, Großdietmanns und Schrems
mit rund 30.000 Einwohnergleichwerten vollbiologisch reinigt, sowie
die verbindenden Sammelrohranlagen eröffnet. Die Gemeinde
Brand-Nagelberg wird mit einem Teil der Abwässer schon in den
nächsten Tagen folgen, die Stadtgemeinde Heidenreichstein schließt
voraussichtlich nächstes Jahr an. Die Gesamtkosten betragen für die
Verbandskläranlage und die neu zu errichtende Kanalisation rund 390
Millionen Schilling. Die Festansprache wird
Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger halten. Am Samstag, 16.
Oktober, findet von 9 bis 16 Uhr außerdem ein "Tag der offenen Tür"
statt.

Die Planung der Verbandskläranlage in Gmünd, an der Lainsitz
gelegen, übernahm Dipl.Ing. Dr. Werner Lengyel. Die
Verbandskläranlage wurde im Dezember 1998 fertiggestellt. Nach dem
Probelauf wurden die alten Abwasserreinigungsanlagen in Gmünd und in
Schrems außer Betrieb genommen.

Das Abwasser, angeliefert von rund 27.200 Laufmeter
Kanalisationsanlagen, gelangt zuerst zum Feinrechner, der grobe
Abfallstoffe zurückhält. Dann wird das Wasser in einem
Rechengutwirbelwäscher gewaschen und gepreßt, durchfließt
anschließend das Vorklärbecken, wo die Reinigung vom Grobschlamm
erfolgt, und die Belebungsbeckengruppe. Dort werden der Phosphor und
die organischen Stoffe abgebaut, gleichzeitig wird Sauerstoff
eingebracht. Schließlich kommen die Abwässer noch in Nachklärbecken.
Das biologisch gereinigte Abwasser wird rund einen Kilometer vor der
tschechischen Grenze in die Lainsitz eingeleitet. Der anfallende
Schlamm selbst landet in einem Faulbehälter, wo Methangas gewonnen
und das Volumen auf ein Drittel reduziert wird. Das gewonnene Gas
wird in der Kläranlage verheizt oder auch zur Stromgewinnung
verwendet. Der gewonnene und abgepreßte Schlamm wird schließlich
kompostiert und den Gemeinden als Material für den Wegebau zur
Verfügung gestellt.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2312

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK/NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel