Rechtsberatung, die ankommt! Burgstaller: Große Nachfrage nach juristischer Beratung für Frauen innergebirg

Salzburg (OTS) - Seit März 1999 wurden in den Bezirken
Pongau, Pinzgau und Lungau mehr als 70 Frauen kostenlos über
ihre Rechte informiert und kompetent beraten. "Für die
Frauen ‚innergebirg‘ gab es bisher keine rechtliche Hilfestellung und Information, die vor allem auf die
Situation der Frauen eingeht. Der Bedarf danach ist groß.
Die monatlichen Beratungstermine in Bischofshofen, Zell am
See und Tamsweg sind immer wieder rasch ausgebucht.
Besonderen Anklang findet, dass die Rechtsberatung durch
zwei nicht ortsansässige Juristinnen anonym durchgeführt
wird und die Hilfe suchenden Frauen von Frau zu Frau reden
können", berichtet die für Frauenfragen und Gleichbehandlung
im Land ressortzuständige Landesrätin Mag. Gabi Burgstaller.
"Die Regionalisierung von konkreten Projekten von Frauen für
Frauen ist eines meiner Schwerpunkte im Ressort. Das
betrifft nicht nur die Hilfe in Rechtsfragen aller Art,
sondern reicht von Qualifizierungsprogrammen und Berufseinstiegskursen bis zu Frauen-Kultursponsoring in den Regionen", ergänzt die Landesrätin.
Die Rechtsberatung sei, so Burgstaller, ein gutes Beispiel,
wie Hilfe an Ort und Stelle unbürokratisch, kompetent,
anonym, kostenlos und individuell funktioniere. Die beiden Juristinnen der Rechtsberatung für Frauen Innergebirg, Dr.
Ulrike Aichhorn und Mag. Hermine Lettner, gehen auf jede Lebenssituation der Frauen individuell ein. Die Themen der
Beratung reichen von Scheidungsproblemen über allgemeine juristische Ehe- und Familienfragen bis zu Diskriminierung
im öffentlichen Dienst. Die Frauen informieren sich
umfassend und genau. Vor allem Frauen in der Lebensmitte
suchen detaillierte rechtliche Auskünfte zum Beispiel bei
Fragen zur Alterspension.
Den größten Druck und Informationsbedarf haben Frauen, die
vor einer Scheidung stehen, sagen die Expertinnen:
Finanzielle Angelegenheiten, Unterhalt, Vermögensregelung
und Schuldenaufteilung müssen geklärt werden. Für Frauen mit Gewalterfahrung ist es besonders wichtig, die rechtlichen Möglichkeiten zu kennen, um das Gefühl des Ausgeliefertseins
zu verringern. Sinnvoll und empfehlenswert ist es aber auch,
wenn sich Frauen vor der Heirat oder Frauen in
Lebensgemeinschaften über ihre Rechte und Pflichten
informieren. Den Juristinnen ist es wichtig, den Frauen im persönlichen Beratungsgespräch ihre Rechte und ihre
konkreten Möglichkeiten aufzuzeigen . Auf Grund dieser
positiven Bilanz will Landesrätin Mag. Burgstaller diese Rechtsberatung für Frauen auch auf den Tennengau und
Flachgau ausweiten. "Alle Frauen im Bundesland Salzburg
sollen möglichst schnellen und unbürokratischen Zugang zum
Recht erhalten", so die Landesrätin.
Informationen zur Rechtsberatung erhält man im Büro für Frauenfragen und Gleichbehandlung von Mag. Hermine Lettner,
Telefon: 0662/8042-3405. Terminvereinbarung über die Regionalstellen des Vereins Frau und Arbeit: Pongau:
Karoline Altmann, Mo-Fr 8.00-12.00 Uhr, Telefon 06462/61 80; Pinzgau: Traudi Kirchlechner, Mo,Di,Do,Fr 8.00-12.00 Uhr,
Telefon 06542/730 48; Lungau: Rosa Tüchler, Mo-Fr 8.00-12.00
Uhr, Telefon 06474/8273-19.
Ein Veranstaltungstip: Am Donnerstag, 11. November 1999,
18.00 Uhr, findet in Salzburg auf der Edmundsburg,
Mönchsberg 2, das erste Expert/innenforum Frau & Recht zum
Thema "SCHEIDUNG 2000 - Ein geschlechtergerechtes Eherecht
oder viel Lärm um nichts?" statt.
Ziel des ersten Salzburger Expert/innenforums Frau & Recht
ist, die Verbesserungen und die Schwachstellen des Eherechtsänderungsgesetzes 1999 aus Frauensicht aufzuzeigen
und Alternativen zu diskutieren. Die kritische Betrachtung
der im Ehe- und Scheidungsrecht immer wieder deutlich
werdende Kluft zwischen Rechtstheorie und Rechtswirklichkeit
der betroffenen Frauen steht dabei im Mittelpunkt.
Veranstalter sind das Büro für Frauenfragen und
Gleichbehandlung und das Institut für Rechtspolitik.

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