• 10.10.1999, 08:00:13
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  • OTS0009

Sallmutter gegen Klima als SPÖ-Oppositionsführer

Swoboda: "Lacina soll zweiter Bundesgeschäftsführer werden"

Wien (OTS) - Nach dem schlechten Ergebnis bei der Nationalratswahl
am 3. Oktober verstärkt sich die Kritik an SPÖ-Chef und Bundeskanzler
Viktor Klima. Hans Sallmutter, Chef der Angestelltengewerkschaft GPA,
spricht sich im am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT
dafür aus, daß Klima nicht an der Spitze der Partei verbleiben
sollte, wenn die SPÖ in Opposition geht. Sallmutter zu FORMAT: "Die
Rolle des Oppositionsführers ist ihm sicher nicht so auf den Leib
geschnitten." "Zumindest auf Dauer" sei Klima nicht der geeignete
Angreifer von der Oppositionsbank aus. Sallmutter schlägt vor, in
diesem Fall den jetzigen Nationalratspräsidenten Heinz Fischer zum
SPÖ-Chef zu küren. Fischer sei der "Fix- und Ruhepunkt" in der SPÖ,
der "Garant für einen kühlen Kopf, wenn es um Konsolidierung geht".
Diskussionen gibt es auch über den politischen Kurs, den die
Sozialdemokraten in Zukunft einschlagen sollen. Die Wiener
Finanzstadträtin und ehemalige Bundesgeschäftsführerin der SPÖ,
Brigitte Ederer, sieht gegenüber FORMAT nur einen Wegfür die
Sozialdemokraten: "Mehr Jospin, weniger Schröder". Der Leiter der
SPÖ-Delegation im EU-Parlament, Hannes Swoboda, fordert, dem
derzeitigen Bundesgeschäftsführer Andreas Rudas einen zweiten
Geschäftsführer als "politisch-strategische Stabsstelle"beizustellen.
Dieser dürfe "kein politisches Leichtgewicht" sein. Swoboda zu
FORMAT: "Ferdinand Lacina wäre eine sehr gut geeignete Person."

Rückfragehinweis: FORMAT

Petra Stuiber 0699/ 100 29 047

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