Wenn der Zornteufel zuschlägt / Was Eltern tun können, wenn ihre Kinder ausrasten

Stuttgart (ots) - Ob vier oder 40, wir alle geraten gelegentlich
in Wut. Aber wer nicht gelernt hat, sein Temperament zu zügeln, hinterlässt in seinem Leben eine Schneise von zerrütteten Beziehungen, verletzten Freunden, entgangenen Beförderungen oder noch Schlimmerem. Wie Eltern ihren Kindern beibringen können, dass es auch ohne Temperamentsausbruch geht, zeigt die Zeitschrift Das Beste -Reader's Digest in ihrer Oktober-Ausgabe.

Der erste und wichtigste Schritt ist, zu erkennen, warum Kinder zu Wutausbrüchen neigen. Angeborene Eigenschaften, bestimmte Entwicklungsphasen und die Situation in der Familie haben großen Einfluß. Eine wichtige Rolle spielt auch das Alter bei der kindlichen Reaktion auf Personen und Ereignisse. Auf unterschiedliche Weise können Kinder im Lauf des Älterwerdens lernen, ihre Wut zu beherrschen.

Babys brüllen, wenn ihre körperlichen Bedürfnisse nicht augenblicklich befriedigt werden. Ähnlich reagiert ein Kleinkind. Manche Kinder müssen behutsam festgehalten werden, andere beruhigen sich, wenn man beschwichtigend auf sie einredet oder sie ablenkt. Andere brauchen einfach Schlaf. Das Wichtigste ist, daß die Eltern nicht ihrerseits anfangen zu toben, denn das macht dem Kind Angst.

Vorschulkinder geraten oft in Wut, weil sie etwas haben möchten, das ein anderes Kind hat. Andere Ursachen sind Erschöpfung, Angst, mangelnde motorische Fähigkeiten oder fehlende Worte zur Beschreibung von Gefühlen. Eltern sollten dann in das Kind hineinfühlen, es aus der Situation, die die Wut auslöst, heraus führen und versuchen, es abzulenken. Die Kinder müssen lernen, daß man zwar in Wut geraten kann, sich deswegen aber nicht an anderen oder an deren Eigentum vergreifen darf. Wenn es sein muss, sollten Eltern auch mit Konsequenzen warnen, etwa einem gestrichenen Besuch im Zoo.

Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren wollen von den Gleichaltrigen akzeptiert werden. Ein Wutanfall ist oft die Reaktion auf das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Eltern müssen ihrem Kind deutlich machen, dass es, auch wenn es wütend ist, noch über seine Reaktion bestimmen kann. Unbeherrschtheit, Beleidigungen oder Handgreiflichkeiten sind nicht akzeptabel. Das Kind kann lernen, Spannungen körperlich abzubauen. Oft hilft schon eine Runde auf dem Bolzplatz.

Bei Jugendlichen konzentriert sich die Wut oft auf die Eltern, die ihr Kind schützen wollen, indem sie seinen Freiheitsdrang bremsen. Es ist für das Kind jetzt wichtiger denn je, sich in die Clique einzupassen. Dazu kommt der Wunsch, dem anderen Geschlecht zu gefallen. Eltern sollten in dieser Phase Humor zeigen und den Wunsch nach völliger Kontrolle aufgeben. Den Bruch häuslicher Regeln sollten sie aber mit klar definierten Strafen wie Sperren des Taschengelds belegen. Zu diesen Regeln gehören Höflichkeit und Achtung: Schreien, Beleidigungen oder gar Gewalt werden nicht geduldet. Fazit: Es ist nicht einfach, Kindern beizubringen, ihre Wut zu zügeln. Aber es lohnt sich. Und: Man kann es schaffen.

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