• 08.10.1999, 10:48:56
  • /
  • OTS0096

Wenn der Zornteufel zuschlägt / Was Eltern tun können, wenn ihre Kinder ausrasten

Stuttgart (ots) - Ob vier oder 40, wir alle geraten gelegentlich
in Wut. Aber wer nicht gelernt hat, sein Temperament zu zügeln,
hinterlässt in seinem Leben eine Schneise von zerrütteten
Beziehungen, verletzten Freunden, entgangenen Beförderungen oder noch
Schlimmerem. Wie Eltern ihren Kindern beibringen können, dass es auch
ohne Temperamentsausbruch geht, zeigt die Zeitschrift Das Beste -
Reader's Digest in ihrer Oktober-Ausgabe.

Der erste und wichtigste Schritt ist, zu erkennen, warum Kinder zu
Wutausbrüchen neigen. Angeborene Eigenschaften, bestimmte
Entwicklungsphasen und die Situation in der Familie haben großen
Einfluß. Eine wichtige Rolle spielt auch das Alter bei der kindlichen
Reaktion auf Personen und Ereignisse. Auf unterschiedliche Weise
können Kinder im Lauf des Älterwerdens lernen, ihre Wut zu
beherrschen.

Babys brüllen, wenn ihre körperlichen Bedürfnisse nicht
augenblicklich befriedigt werden. Ähnlich reagiert ein Kleinkind.
Manche Kinder müssen behutsam festgehalten werden, andere beruhigen
sich, wenn man beschwichtigend auf sie einredet oder sie ablenkt.
Andere brauchen einfach Schlaf. Das Wichtigste ist, daß die Eltern
nicht ihrerseits anfangen zu toben, denn das macht dem Kind Angst.

Vorschulkinder geraten oft in Wut, weil sie etwas haben möchten,
das ein anderes Kind hat. Andere Ursachen sind Erschöpfung, Angst,
mangelnde motorische Fähigkeiten oder fehlende Worte zur Beschreibung
von Gefühlen. Eltern sollten dann in das Kind hineinfühlen, es aus
der Situation, die die Wut auslöst, heraus führen und versuchen, es
abzulenken. Die Kinder müssen lernen, daß man zwar in Wut geraten
kann, sich deswegen aber nicht an anderen oder an deren Eigentum
vergreifen darf. Wenn es sein muss, sollten Eltern auch mit
Konsequenzen warnen, etwa einem gestrichenen Besuch im Zoo.

Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren wollen von den
Gleichaltrigen akzeptiert werden. Ein Wutanfall ist oft die Reaktion
auf das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Eltern müssen ihrem Kind
deutlich machen, dass es, auch wenn es wütend ist, noch über seine
Reaktion bestimmen kann. Unbeherrschtheit, Beleidigungen oder
Handgreiflichkeiten sind nicht akzeptabel. Das Kind kann lernen,
Spannungen körperlich abzubauen. Oft hilft schon eine Runde auf dem
Bolzplatz.

Bei Jugendlichen konzentriert sich die Wut oft auf die Eltern, die
ihr Kind schützen wollen, indem sie seinen Freiheitsdrang bremsen. Es
ist für das Kind jetzt wichtiger denn je, sich in die Clique
einzupassen. Dazu kommt der Wunsch, dem anderen Geschlecht zu
gefallen. Eltern sollten in dieser Phase Humor zeigen und den Wunsch
nach völliger Kontrolle aufgeben. Den Bruch häuslicher Regeln sollten
sie aber mit klar definierten Strafen wie Sperren des Taschengelds
belegen. Zu diesen Regeln gehören Höflichkeit und Achtung: Schreien,
Beleidigungen oder gar Gewalt werden nicht geduldet. Fazit: Es ist
nicht einfach, Kindern beizubringen, ihre Wut zu zügeln. Aber es
lohnt sich. Und: Man kann es schaffen.

Kontakt: Verlag Das Beste GmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Angela Präg
Augustenstr. 1
70178 Stuttgart
Tel. 0049711/6602-521
Fax 0049711/6602-547
e-mail [email protected]

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | EUN/OTS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel