3 TOTE BEI KOLLISION PKW-BUS AUF DER A1:

KfV: PROBLEM ERMÜDUNG AM STEUER WIRD UNTERSCHÄTZT -GEGENVERKEHRSBEREICH AUF AUTOBAHNEN BESONDERS GEFÄHRLICH

Wien (OTS) - A1, Westautobahn, Gegenverkehrsbereich zwischen Pöchlarn und Ybbs, Montag, kurz nach 01.30 Uhr früh: Vermutlich wegen Sekundenschlafs des Lenkers kam ein Pkw auf die Gegenfahrbahn ab und kollidierte frontal mit einem Reisebus. Die schreckliche Bilanz dieses Unfalls: 3 tote und 2 schwer verletzte Pkw-Insassen - die Bus-Insassen blieben bei der Kollision unverletzt.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit warnt in diesem Zusammenhang vor "Marathon-Touren": Am gefährlichsten sind die Nachtstunden zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr früh - hier treten, zumeist bedingt durch die Monotonie der Fahrt in der Dunkelheit, häufig Leistungs-und Konzentrationsstörungen auf. Der Begriff "Schlaftrunkenheit" kommt nach Meinung der KfV-Experten nicht von ungefähr: Der Leistungsabfall bei einem Schlafentzug von 24 Stunden ist vergleichbar mit einer Alkoholisierung von 0,8 Promille - zu diesem Ergebnis kam eine Studie zum Thema Ermüdung.

Deutliche Anzeichen von Müdigkeit und damit Warnsignal zum baldigen Zwischenstopp sind: häufiges Gähnen, Augenbrennen, Verspannung in der Nackenmuskulatur, Müdigkeit in den Armen, Schwere des Kopfes und Konzentrationsstörungen. Wenn das Fahrverhalten der anderen Verkehrs-teilnehmer überraschend wirkt oder deren Fahrmanöver verspätet wahr-genommen werden, bedeutet das ebenfalls bereits "Alarmstufe Rot". Wer all diese physischen und psychischen Signale nicht ernst nimmt, steuert auf den gefährlichen "Sekundenschlaf" zu. Langsamere Fahrgeschwindigkeit und vergrößerter Abstand zu anderen Fahrzeugen sind keine Allheilmittel - bei Müdigkeit hilft nur noch eine ausgiebige Schlafpause.

Dunkelheit - Unfallzeit: Die Unfallschwere steigt vor allem in den Nachtstunden deutlich an. Rund 23% der Autobahn-Unfälle im Jahr 1998 ereigneten sich bei Dunkelheit, dabei wurden jedoch mehr als ein Drittel der Getöteten registriert. Gerade in den ohnedies mit erhöhtem Unfallrisiko verbundenen Gegenverkehrs-bereichen auf Autobahnen haben auch kleine Fahrfehler meist schwere Konsequenzen. "Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert daher eine optimierte Abwicklung der Umbauarbeiten auf Autobahnen, um die so gefährlichen Baustellenbereiche jeweils zeitlich und längenmäßig so kurz wie möglich zu halten", so KfV-Hauptgeschäftsführer Dr. Othmar Thann.

An die Fahrzeuglenker appelliert das KfV, besonders in derart kritischen Bereichen entsprechend vorsichtig zu fahren und die dort vorgeschriebene Geschwindigkeit und den Abstand auch tatsächlich einzuhalten.

17 Verkehrstote in der Vorwoche In der Woche vom 20. bis 26.9.1999 starben auf Österreichs Straßen 17 Menschen, davon 6 Pkw-Lenker, 1 Lkw-Lenker, 4 Motorrad-Fahrer (davon 3 Lenker), 1 Moped-Lenker, 1 Radfahrer und 4 Fußgänger. Alle vier Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei einem tödlichen Verkehrsunfall Mitursache, ein getöteter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet. Ein Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht.

Vom 1. Jänner bis 26. September 1999 wurden in Österreich vorläufig 775 Verkehrstote verzeichnet, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nach endgültigen Zahlen 686 Getötete.

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