UNIQA WIRD NUN REALITÄT

Organbeschlüsse geben Weg frei für den Abschluß des BARC-Umbaus (GRAFIK)

Wien (OTS) - Am 15. und 17. September 1999 wurde durch die Organe der Unternehmen des BARC-Konzerns die Vollendung des Konzernumbaus beschlossen. Ziel ist ein übersichtlich strukturierter Konzern mit einer börsenotierten Muttergesellschaft und einem klar in zwei Sparten (Personen- und Sachversicherung) zusammengefaßten operativen Geschäft.

BARC und Bundesländer verschmelzen zur Konzernholding Wie nun beschlossen, wird die BARC Versicherungs-Holding AG zur Gänz= e ihrem bisher schon an der Börse notierten Tochterunternehmen Bundesländer-Versicherung (BV) einverleibt. Dadurch wird die Bundesländer-Versicherung zur Konzern-Holding, die ab November 1999 den Namen " UNIQA Versicherungen AG" tragen wird. Unter Verwendung der derzeit schon von der BARC gehaltenen BV-Aktien sowie einer Kapitalerhöhung d= er BV von 902,5 Mio. Schilling auf 1456,87 Mio. Schilling werden die bisherigen BARC-Eigentümer direkt an der BV beteiligt. Die Verschmelzung erfolgt rückwirkend zum Stichtag 31. Dezember 1998.

Operatives Geschäft in zwei Sparten klar aufgeteilt Das operative Geschäft der BV wird gleichzeitig herausgelöst und teils (Lebensversicherung, Krankenversicherung und Unfallversicherung) an die Austria-Collegialität (AC) übertragen werden, teils (Schadenversicherung) an die Austria Schaden- und Unfallversicherung AG (SAG). Die AC wird ab November 1999 als "UNIQA Personenversicherung AG " firmieren, die SAG als "UNIQA Sachversicherung AG". Bestehende Versicherungsverträge werden von den diversen Umgründungen und Umfirmierungen inhaltlich nicht berührt und bleiben unverändert aufrecht.

In gewohnter Form wird unter anderem die Raiffeisen-Versicherung weiterbestehen, deren Produkte vor allem von den Raiffeisen-Banken vertrieben werden und die ihr Angobt in Richtung Sachversicherung ausbauen wird. Gleiches gilt für die Collegialität direct (alternative Vertriebswege) und den Regionalversicherer Salzburger Landes-Versicherung.

Zahlreiche Synergieeffekte, verbesserte Kundenbetreuung Der einheitliche Marktauftritt als "UNIQA" und die klare Spartentrennung bringen eine Reihe positiver betriebswirtschaftlicher Effekte:

  • bessere Ansprache und Betreuung der Kunden
  • geballtes Know-how für Produktentwicklungen durch Kompetenzbündelung
  • Synergieeffekte bei der Marktbearbeitung
  • schlankere Strukturen und kürzere Entscheidungswege
  • Ausschluß von konzerninterner Konkurrenz und Überschneidungen
  • gemeinsam geführtes Rückversichgerungsgeschäft für die gesamte Gruppe
  • Größenvorteile bei der Kapitalveranlagung

Abschied vom produktorientierten Denken Mit der Umgestaltung in UNIQA gibt sich der Konzern auch ein neues Leitbild. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, künftig eine in Österreich einzigartige Qualität bei Dienstleistungen und Produkten zu bieten. Die Umbenennung in UNIQA markiert daher nicht nur den Abschluß des Konzer numbaus, sondern auch den Beginn eines neuen inhaltlichen Weges, der den Konzern von einer produktorientierten zu einer lösungsorientierten Kundenbehandlung führen wird, in dem die individuellen Zukunftspläne des Kunden begleitet werden.

Klare Kapitalstruktur, Forcierung der Stammaktie Ein weiterer positiver Effekt der UNIQA ist die Schaffung einer klaren, börsefreundlichen Kapitalstruktur. Künftig wird das Börsepublikuman der Konzern-Muttergesellschaft direkt beteiligt sein, weil ja die (dann in UNIQA umbenannte) Bundesländer-Versicherung zur Konzernmutter wird. Ziel ist darüber hinaus ein einheitlicher Auftritt auf dem Kapitalmarkt mit einer einzigen, international gebräuchlichen Wertpapierkategorie (Stammaktien). Dazu wurden folgende weitere Beschlüsse gefaßt:

* Die Bundesländer-Vorzugsaktionäre verzichten auf ihren Dividendenvorzug und werden damit zu Stammaktionären der UNIQA Versicherungen AG (derzeit noch als BV firmierend) im selben Nominale von 100 Schilling.

* Die Partizipationsscheininhaber werden eingeladen, in der Zeit vom 4. bis 22. Oktober ihre Partizipationsscheine zum Nominale 100 Schiling in Stammaktien zum selben Nennwert umzutauschen. Der Umtausch erfolgt ohne jegliche Zuzahlungspflicht der Scheininhaber sowie spesenfrei.

* Die bisherigen Namensstammaktien der Bundesländer-Versicherung zum Nominale 1000 Schilling werden gesplittet in je zehn Inhaber-Stammaktien zum Nominale100 Schilling.

Sowohl die aus den Vorzügen gewandelten wie auch die für Partizipat= ionsscheine getauschten Stammaktien werden für das Gesamtjahr 1999 dividendenberechtigt sein.

(Meldungen betreffend die Halbjahreszahlen der Bundesländer-Versicher= ung und der BARC-Gruppe folgen)

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