Österreichische Staub- (Silikose-) Bekämpfungsstelle: 50 Jahre erfolgreicher Kampf gegen Stauberkrankungen

Leoben (OTS) - Mit einem Festakt wurde heute in Leoben (Stmk.)
das 50jährige Bestehen der Österreichischen Staub (Silikose-)Bekämpfungsstelle (ÖSBS) gewürdigt. Das Institut konnte seit seiner Gründung die Zahl der staubbedingten Berufskrankheiten von 800 auf knapp 80 pro Jahr reduzieren. Bei mehr als 14.000 Betriebsbesuchen wurden bisher von der ÖSBS 500.000 Lungenuntersuchungen durchgeführt. Prominenz aus Politik und Wirtschaft würdigten im Rahmen einer Feier die segensreiche Tätigkeit des unter Patronanz der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) stehenden Vereines.++++

Während Staub im Alltag als lästige Ablagerung auf Möbeln wahrgenommen wird, kann er sich im Beruf gesundheitsbedrohend bis tödlich auswirken. Besonders gefährliche Staubarten - wie der Asbeststaub - können in Form mikroskopisch kleiner Fasern tief in die Lungen vordringen und Gewebsveränderungen bis zu Krebserkrankungen auslösen. Andere Stäube wiederum lösen entzündliche Reaktionen in den Lungenbläschen, Atmungserkrankungen, Allergien oder Vergiftungen aus. Besonders exponierte Branchen sind Tunnel- und Bergbau, Metallerzeugung und -verarbeitung, Chemie, Granitabbau und Steinmetzbetriebe, keramische Industrie, Baumwoll- und Flachspinnereien und Holzverarbeitung. Die Österreichische Staub-(Silikose-)Bekämpfungsstelle wurde 1949 zunächst gegründet, um arbeitende Menschen vor den tragischen Folgen des Quarzstaubes zu schützen. Damals waren drei Mitarbeiter beschäftigt. 1964 begann die ÖSBS, sich auch mit anderen Stäuben zu befassen, was die Errichtung der Technischen Abteilung in Leoben zur Folge hatte. Nach mehreren Standortwechseln ist die Medizinische Abteilung der ÖSBS seit 1977 im Forschungs- und Verwaltungszentrum der AUVA in Wien-Brigittenau untergebracht.

400 Betriebe pro Jahr untersucht

Insgesamt sind heute 34 MitarbeiterInnen in der ÖSBS beschäftigt. Der Verein, als dessen Präsident AUVA-Obmann Wolfgang Haunsberger fungiert, wird von der AUVA subventioniert.

Zu den Aufgaben der Technischen Abteilung der ÖSBS gehören Luftproben- und Analysen, das Erstellen von Gutachten und Berichten, die Prüfung der Wirksamkeit von Staubschutzeinrichtungen, die Beratung von Betrieben und die Forschungstätigkeit. Die Technische Abteilung in Leoben ist seit 1966 als staatlich autorisierte Prüfstelle anerkannt und seit dem heurigen Jahr entsprechend den geltenden EU-Normen akkreditiert.

Die Medizinische Abteilung besucht rund 400 staubgefährdete Betriebe pro Jahr mit Röntgenbussen, wo zehntausende Beschäftigte untersucht werden. Die Röntgenaufnahmen werden in Wien von erfahrenen Medizintechnikern und Fachärzten mit Hilfe modernster Technik ausgewertet. Die Ergebnisse der Untersuchungen lassen mögliche Schäden rechtzeitig erkennen, sodaß Maßnahmen am Arbeitsplatz oder direkt für den Betroffenen ergriffen werden können. Gleichzeitig mit der 50-Jahr-Feier der ÖSBS wurde auch der notwendig gewordene Zubau für das Institut seiner Bestimmung übergeben. (Schluss)

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