Stein- und keram. Industrie mit massiven Einbrüchen im 1.Halbjahr

Umsatzrückgang um 3,5 % auf 18,3 Milliarden Schilling

PWK - Mit massiven Einbrüchen ist derzeit die Stein- und keramische Industrie konfrontiert. Der Branchenumsatz sackte im 1. Halbjahr 1999 um 3,5% auf 18,3 Milliarden Schilling ab. Besonders schwer getroffen hat es die Ziegelindustrie mit einem Minus von 18%. Auch die Feinkeramische Industrie mit -8,4% und die Transportbetonbranche mit einem Rückgang von 5,4% hat es kalt erwischt. In der Zementindustrie waren die Unternehmen gezwungen, ihre Produktion um 3,2% auf 2,18 Millionen Tonnen zurückzuschrauben. ****

"Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange", befürchtet Fachverbandsvorsteher Senator Leopold Helbich angesichts des anhaltend rückläufigen Wohnbaues. In diesem Sektor sind zwischen 1996 und 1998 die Bewilligungen von 65.400 auf 50.410 Einheiten zurückgegangen. Dieser Wert liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt der Bewilligungen in der Höhe von 52.650 Einheiten in den letzten zehn Jahren. Für das Jahr 1999 muss laut Helbich mit einem weiteren Rückgang des Wohnbaues in der Größenordnung von rund 4,5% real gerechnet werden.

Die Verluste im Wohnbau haben in der Sparte aufgehendes Mauerwerk bereits zu Betriebsschließungen geführt. So mussten vier Ziegelwerke für immer zusperren. Dies bedeutet natürlich auch einen Verlust von Arbeitsplätzen, der mit einem Minus von knapp 3% den Trend der letzten Jahre fortsetzt. Da der Wohnbau immer noch 23% des österreichischen Bauvolumens ausmacht, verlangt Helbich eine ungeschmälerte Fortsetzung der Wohnbauförderung auch für den Finanzausgleich ab dem Jahr 2001. Eine Milliarde Schilling an Investitionen bringt im Wohnbau immerhin 1.500 Beschäftigte.

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