• 14.09.1999, 09:55:01
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  • OTS0063

Stein- und keram. Industrie mit massiven Einbrüchen im 1.Halbjahr

Umsatzrückgang um 3,5 % auf 18,3 Milliarden Schilling

PWK - Mit massiven Einbrüchen ist derzeit die Stein- und
keramische Industrie konfrontiert. Der Branchenumsatz sackte im 1.
Halbjahr 1999 um 3,5% auf 18,3 Milliarden Schilling ab. Besonders
schwer getroffen hat es die Ziegelindustrie mit einem Minus von 18%.
Auch die Feinkeramische Industrie mit -8,4% und die
Transportbetonbranche mit einem Rückgang von 5,4% hat es kalt
erwischt. In der Zementindustrie waren die Unternehmen gezwungen,
ihre Produktion um 3,2% auf 2,18 Millionen Tonnen zurückzuschrauben.
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"Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange", befürchtet
Fachverbandsvorsteher Senator Leopold Helbich angesichts des
anhaltend rückläufigen Wohnbaues. In diesem Sektor sind zwischen 1996
und 1998 die Bewilligungen von 65.400 auf 50.410 Einheiten
zurückgegangen. Dieser Wert liegt damit deutlich unter dem
Durchschnitt der Bewilligungen in der Höhe von 52.650 Einheiten in
den letzten zehn Jahren. Für das Jahr 1999 muss laut Helbich mit
einem weiteren Rückgang des Wohnbaues in der Größenordnung von rund
4,5% real gerechnet werden.

Die Verluste im Wohnbau haben in der Sparte aufgehendes Mauerwerk
bereits zu Betriebsschließungen geführt. So mussten vier Ziegelwerke
für immer zusperren. Dies bedeutet natürlich auch einen Verlust von
Arbeitsplätzen, der mit einem Minus von knapp 3% den Trend der
letzten Jahre fortsetzt. Da der Wohnbau immer noch 23% des
österreichischen Bauvolumens ausmacht, verlangt Helbich eine
ungeschmälerte Fortsetzung der Wohnbauförderung auch für den
Finanzausgleich ab dem Jahr 2001. Eine Milliarde Schilling an
Investitionen bringt im Wohnbau immerhin 1.500 Beschäftigte.

Diese Feststellung ist laut Helbich umso bedeutender, als die
Baustoffbranche mit dem 3%igen Beschäftigtenrückgang einen
historischen Tiefstand von 17.900 Arbeitern und Angestellten
verzeichnen muss. Diese Entwicklung geht auf die seit dem Sommer 1998
andauernden Geschäftseinbrüche, aber auch auf die unverändert hohen
Arbeitskosten zurück. Dabei bedauert der Fachverbandsvorsteher, dass
die geplante Senkung der Lohnnebenkosten bisher nicht umgesetzt
werden konnte. Er sieht auch für die bevorstehenden
Gehaltsverhandlungen angesichts einer Inflationsrate von 0,4% (Juli
1999) wenig Spielraum. Die Umsätze werden zumindest bis Ende 2000
rückläufig sein. Erst danach ist mit einer Erholung zu rechnen.
(Schluß) MH
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Presseabteilung
Tel: 01-50105-4431

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