Regisseur Herbert König in Düsseldorf gestorben

Wien (OTS) - Herbert König wurde 1944 in Magdeburg geboren. Er studierte Theaterwissenschaft in Leipzig, arbeitete als Filmkritiker und Regieassistent. Nach seinem Regiedebut 1973 inszenierte er an den verschiedensten Bühnen in der ehemaligen DDR (Brandenburg, Dessau, Chemnitz, Zittau, Berlin, Greifswald, Anklam). Der Vorwurf der Verbreitung "konterrevolutionärer Ideen" endete mit dem Arbeitsverbot. 1983 konnte er in die BRD ausreisen. Von Günther Beelitz wurde König nach Düsseldorf geholt und wechselte später mit diesem nach München. Inszenierungen an der Berliner Schaubühne folgten (u.a. Bert Brechts "Trommeln in der Nacht", Heiner Müllers "Philoktet"). 1988-1993 war Herbert König als fester Regisseur in Düsseldorf engagiert (u.a. Inszenierungen von William Shakespeares "Macbeth", Samuel Becketts "Endspiel", Anton Tschechows "Platonow"). Danach arbeitete er an den Bühnen in Bochum, Bremen und Leipzig.

Am Volkstheater Wien inszenierte er 1992 "Die See" von Edward Bond (Königs erste Arbeit in Wien), 1993 "Medea" von Euripides und 1996 "Yerma" von Federico Garcia Lorca.

Am vergangenen Freitag ist Herbert König nach langer schwerer Krankheit im Alter von fünfundfünfzig Jahren in Düsseldorf gestorben.

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