• 07.09.1999, 13:46:30
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  • OTS0218

Gesundheitsvorsorge mit Functional Food: - Eine neue Lebensmittel-Generation entsteht - Gesundheitseffekte müssen erwiesen sein

Wien (OTS) - Eine junge Generation von Lebensmitteln wächst heran:
Das Angebot an funktionellen Lebensmitteln (Functional Food), die
neben dem Genuß auch der Gesundheitsvorsorge dienen, steigt
beständig. Wissenschaftler verlangen allerdings, daß die
gesundheitsfördernden Effekte auch nachgewiesen werden, denn in
Österreich und der EU hinken die gesetzlichen Bestimmungen noch den
aktuellen Erfordernissen des Functional Food hinterher. Auf einer
Pressekonferenz anläßlich der Markteinführung des ersten klinisch
überprüften Functional Food - Brotes in Österreich erläuterten
namhafte Ernährungswissenschaftler Nutzen und Risiken der neuen
Lebensmittel. Die Veranstaltung fand in Wien statt und wurde von der
deutschen Gesellschaft für funktionsgerechte Ernährung durchgeführt.

Functional Food - ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge

Nach den USA und Japan werden seit einigen Jahren auch in Europa
gesundheitsfördernde Lebensmittel hergestellt. Dazu erklärten die
Ernährungsexperten, daß ein wesentliches Argument für diese Produkte
in der seit langem steigenden Lebenserwartung liegt. Dadurch steigen
auch die Alterserkrankungen wie Osteoporose, Grauer Star und vor
allem die lebensbedrohenden Herz-/ Kreislauferkrankungen. Hier können
funktionelle Lebensmittel einen Vorsorge-Beitrag leisten, denn diese
Krankheiten sind weitgehend ernährungsbedingt.

Wachsender Markt in den Industrieländern

Die Marktforscher in den Industrieländern belegen übereinstimmend,
daß beim Lebensmittel-Einkauf zunehmend auf zwei Dinge geachtet wird:
auf Genuß und gesunde Ernährung. Sie sagen einen künftigen
Marktanteil von etwa 20 % für Functional Food auch für Österreich
voraus. Dabei stützen sie sich auf die langjährigen Erfahrungen in
den USA und Japan sowie auf Verbraucher-Studien in Deutschland.

Nachholbedarf bei gesetzlichen Rahmenbedingungen

In den USA und Japan ist Definition und Zulassung dieser
Lebensmittel bereits seit Jahren geregelt. Dagegen herrscht in
Österreich - wie der EU insgesamt - ein Nachholbedarf. Dazu Professor
Dr. med. Heinrich Kasper: "Es fehlen die gesetzlichen Normierungen,
wann ein Lebensmittel zum Functional Food zählt. Dadurch ist derzeit
eine wissenschaftliche Basis der Produkte oder ein Nachweis ihrer
Wirkungen nicht immer gewährleistet. Es besteht die Gefahr, daß mit
dem Etikett des Functional Food Mißbrauch getrieben wird."

Zuständig ist die Europäische Kommission

Zur derzeitigen Rechtssituation gab Professor Dr. rer. nat. I.
Elmadfa Auskunft: "Die Zuständigkeit für den Lebensmittelmarkt liegt
bei der Europäischen Kommission, die sich intensiv um eine Klärung
bemüht. Die Behandlung des Themas auf der nationalen Ebene wird
derzeit sehr zurückhaltend gehandhabt, da auch in Österreich die
Diskussion noch nicht abgeschlossen ist."

Gesundheitseffekte müssen wissenschaftlich bewiesen sein

Die Ernährungsexperten erwarten von Functional Food, daß die
Effekte erwiesen sind. Wie dieser Nachweis erfolgen kann, erläuterte
Dr. med. Christian Karoff: "Es genügt nicht, dem Lebensmittel einen
Nährstoff zuzusetzen, dessen gesundheitsförderliche Wirkung bekannt
ist. Im Lebensmittel selbst muß der Nachweis geführt werden, weil der
Produktionsprozeß die gewünschten Eigenschaften verändern kann.
Weiters ist zu prüfen, ob eine ausreichende Menge beim Verzehr
aufgenommen wird und ob der Organismus den Nährstoff verarbeiten
kann. Schließlich muß das veränderte Lebensmittel gut vertragen
werden und es muß nicht zuletzt Wohlgeschmack bieten."

Klinische Untersuchung am Beispiel B1 Brot.

Als Methode zur Nachweisführung hat sich die klinische Studie
bewährt. Eine derartige Studie wurde mit B1 - Das Wellnessbrot in der
Frankenland-Klinik im deutschen Bad Windsheim durchgeführt. 100
Patienten mit zu hohen Cholesterin-Werten nahmen daran teil. B1 - Das
Wellnessbrot enthält Haferspeisekleie, in der sogenannte Beta-Glucane
wirken. Außerdem wird dem Brot Inulin zugefügt, welches sich positiv
auf die Darmflora auswirkt. Die Ergebnisse der Studie waren
eindeutig: Das Brot wirkt nachweislich cholesterinsenkend, fördert
eine gesunde Darmflora und unterstützt das Immunsystem.

B1 - Das Wellnessbrot in Österreich

B1 - Das Wellnessbrot ist ab September beim Bäcker erhältlich.
Rezeptur und Backvormischung werden von der Stamag Stadlauer
Malzfabrik GesmbH österreichweit an die Backbetriebe geliefert. B1 -
Das Wellnessbrot erhielt als einziges Functional Food Brot das
Prüfzertifikat der Gesellschaft für funktionsgerechte Ernährung.
Dieses Zertifikat wird an Lebensmittel vergeben, deren
gesundheitsfördernde Wirkung medizinisch-wissenschaftlich nachweisbar
ist.

Die GFE

Die GFE Gesellschaft für funktionsgerechte Ernährung e.V. wurde
1994 von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern und Fachjournalisten
gegründet. Sie betreibt Verbraucheraufklärung und Beratung zu
Ernährungsfragen. Als Referenten auf der Pressekonferenz traten auf:
Prof. Dr. med. Heinrich Kasper, Universität Würzburg, Prof. Dr.
rer.nat. I. Elmadfa, Direktor des ernährungswissenschaftlichen
Instituts der Universität Wien sowie Dr. med. Christian Karoff,
Direktor der Frankenland-Klinik, Bad Windsheim.

(Siehe auch APA/AOM Original Bild Service und über
www.ots.apa.at/file-service/4103.htm

Rückfragehinweis: Gesellschaft für
funktionsgerechte Ernährung E.V.
Peter Petersen
Dorfstrasse 37, D-85235 Unterumbach
Tel.: 0049 8134/99 71 20
Fax: 0049 8134/99 71 19

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