Haller zu Mertel-Vorschlag: "SPÖ gesteht Versagen in Familienpolitik ein"

ÖVP-Führungsanspruch ist blanker Zynismus

Wien, 1999-09-03 (fpd) - Als Eingeständnis des Versagens der SPÖ in der Familienpolitik wertete die freiheitliche Familiensprecherin Edith Haller die Forderung der sozialistischen Familiensprecherin Ilse Mertel nach 8.000 Schilling Karenzgeld und Zuschuß für Hausfrauen. ****

Offenbar führe die SPÖ einen Wahlkampf nach dem Motto: "Wer bietet mehr?" Haller sprach von einem unausgegorenen Vorschlag, der die völlig verfehlte sozialistische Familienpolitik der letzten dreißig Jahre nicht einmal ansatzweise reparieren könne. Die SPÖ habe Österreichs Familien immer nur als ideologisches Experimentierfeld mißbraucht. Jetzt knapp vor den Nationalratswahlen versuche die SPÖ, das von ihr geschaffene familienpolitische Vakuum mit durchsichtigen Geldgeschenken aufzufüllen. Wenn man Österreichs Familien eine echte Chance bieten wolle, müsse man unverzüglich den von den Freiheitlichen vorgeschlagenen Kinderbetreuungsscheck einführen. "Eine Fessel-Umfrage belegt die Notwendigkeit einer Einführung dieses Schecks. 78 Prozent in der Altersgruppe bis 29 Jahren wollen einen solchen Scheck. Die FPÖ liegt wieder einmal total richtig", betonte Haller.

Zum gestern von ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel erhobenen Führungsanspruch in der Familienpolitik meinte Haller nur, daß die ÖVP in den vergangenen 13 Jahren nichts unternommen habe, um die Familien vor den sozialistischen Experimenten zu schützen. Unter der SPÖ-ÖVP-Regierung seien Karenzzeit und Kinderbeihilfe drastisch gekürzt worden. Wenn die ÖVP jetzt von "Führungsanspruch" plappere, sei dies als blanker Zynismus zu werten. (Schluß)

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