Dirnberger: ÖAAB-Rucksack-Modell bringt Abfertigung bei Selbstkündigung

Spindelegger kämpft für Beschlussfassung im neuen Nationalrat

St. Pölten (OTS) - Die sofortige Umsetzung des neuen Abfertigungsmodells und dessen parlamentarische Behandlung forderte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger namens der ÖAAB-Fraktion in der Arbeiterkammer. Zentrale Punkte dieses neuen ÖAAB-Rucksack-Modells sind die Einbringung der Abfertigungsansprüche in eigene Kassen außerhalb der Betriebe und die Möglichkeit der Abfertigung bei Selbstkündigung. Das bestehende Abfertigungsrecht, so Dirnberger, beinhalte nämlich einige gravierende Mängel, die sich durch die raschen Veränderungen in der Arbeitswelt laufend verschärfen. Dirnberger: "Die veralterte Regelung, wonach der Abfertigungsanspruch im Falle der Selbstkündigung verfällt, steht der Forderung nach mehr Mobilität und Flexibilität der Arbeitnehmer fundamental entgegen".

Spindelegger: Keine weitere Verschleppung hinnehmen

Kein Verständnis zeigt ÖAAB-Landesobmann NR Dr. Michael Spindelegger für die Verschleppung der parlamentarischen Beschlußfassung des ÖAAB-Rucksack-Modells: "Die Beschlussfassung im neuen Nationalrat ist überfällig. Es ist höchste Zeit, daß die Bremser endlich ausgebremst werden und Platz für Neues schaffen. Die Abgeordneten der NÖ-VP werden die Durchsetzung des ÖAAB-Rucksack-Modells im neuen Nationalrat vorantreiben".

AK-Vizepräsident Dirnberger zu den zentralen Inhalten des ÖAAB-Rucksack-Modells:

  • die Abfertigungsansprüche sollen aus den Betrieben heraus in eigene Abfertigungskassen eingebracht werden
  • damit entsteht erstmals der Anspruch auf Abfertigung auch bei Selbstkündigung, der Arbeitnehmer nimmt seinen Anspruch auf Abfertigung bei einem Jobwechsel "im Rucksack" zum neuen Arbeitsplatz mit - das fördert die Mobilität und Flexibilität der Arbeitnehmer
  • der Anspruch auf Abfertigung soll nicht mehr in Jahressprüngen, sondern kontinuierlich anwachsen - das verhindert die Kündigungen knapp vor dem Erreichen des nächsten, höheren Abfertigungsanspruches
  • es darf zu keiner steuerlichen Mehrbelastung der Arbeitnehmer kommen, dh. der begünstigte Steuertarif auf Abfertigungen muss erhalten bleiben.
  • die Verwendung der Abfertigung bleibt, wie bisher, dem Arbeitnehmer überlassen. Es gibt also für die Arbeitnehmer die Option, nicht aber den Zwang für eine Zusatzpension.

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