Wirtschaftskammer: Beruhigung am Lehrstellensektor

Katastrophenmeldungen völlig unbegründet

Ausbildungssystem - (Lehre im Betrieb und Berufsschule) - PWK - Seit einigen Jahren führt die Wirtschaftskammerorganisation eine Sta-tistik über eingelangte Lehrverträge, um einen Trend für die Entwicklung am Lehrstellensektor zu erhalten. Der Vergleich dieser Zahlen mit jenen des Vorjahres jeweils zum Monatsende kann als Indikator für die Entwicklung am Lehrstellenmarkt insgesamt gelten. Die Erhebung beginnt jeweils per Ende Juni. "Zum dritten Mal ist heuer eine positive Veränderung im Vergleich zum Vorjahr festzustellen. Zusammen mit einem leicht sinkenden Altersjahrgang, der auf den Ausbildungsmarkt drängt, ist Grund für Optimismus gegeben", stellt Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildung in der Wirtschaftskammer Österreich anläßlich der aktuellen Augustzahlen fest. ****

In fünf Bundesländern liegen die Zahlen der eingelangten Lehrverträge über jenen des Vorjahres. Insgesamt ergibt sich ein Plus von 235 eingelangten Lehrverträgen (+ 0,69 Prozent) im Vergleich zum 31.8.1998. Von Kammerseite ist darauf hinzuweisen, dass gerade in den westlichen Bundesländern, die besonders auf das traditionelle duale setzen,
positive Entwicklungen zu verzeichnen sind. Dort, wo AK und Gewerkschaft ein umfassendes, sündteures "Auffangnetz" etablierten, sind Probleme mit der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe entstanden.

Sicherlich sind die verschiedenen Kostenentlastungsmaßnahmen der letzten Jahre, die Schaffung neuer Lehrberufe auf vehementes Drängen der Wirtschaft und der Abbau veralteter Jugendschutzbestimmungen Gründe für eine generell positive Entwicklung am Lehrstellenmarkt. Dennoch muss seitens der Wirtschaft festgehalten werden, dass die bisherigen, zum Teil zeitlich beschränkten und teilweise auch von der Wirtschaft selbst finanzierten Kostenentlastungen nicht ausreichen, um eine generelle Trendwende am Lehrstellenmarkt zu erreichen.

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Dr. Georg Piskaty

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