Kombination von INTEGRILIN(R) (Wirkstoff: Eptifibatid) mit rt-PA wirksam bei der Öffnung verstopfter Arterien bei Herzinfarktpatienten / Wirkung von INTEGRILIN vergleichbar mit primärer Angioplastie

Barcelona, Spanien (ots-PRNewswire) - Die Ergebnisse einer Phase II-Studie an Herzinfarktpatienten demonstrieren, dass INTEGRILIN(R) (Wirkstoff: Eptifibatid), ein GP IIb/IIIa Gerinnungshemmer, der die Bildung von Klümpchen verhindert, und niedrig dosiertem rt-PA ebenso effektiv sein können wie andere Therapien, einschließlich der Angioplastie, bei der Öffnung verschlossener Koronararterien. Die Befunde basieren auf Ergebnissen aus der Studie INTRO AMI ("INTEGRILIN and Reduced Dose of Thrombolytic in Acute Myocardial Infarction"), die durch Dr. med. Uwe Zeymer, Städtische Kliniken Kassel, Landeskoordinator für INTRO AMI in Deutschland, während der Hot-Line Session auf dem 21. Kongress der European Society of Cardiology präsentiert wurden.

Die Studie zeigte, dass bei 78 Prozent der Patienten, die INTEGRILIN plus der halben Standarddosis von rt-PA (rekombinanter Gewebsplasminogenaktivator) erhielten, innerhalb von 90 Minuten der Blutfluss in den Koronararterien voll wiederhergestellt wurde. Im Vergleich dazu erreichten 54 Prozent der Patienten, die die gesamte Dosis von rt-PA erhielten, diesen Blutfluss innerhalb von 90 Minuten (gemäß der Befunde der Studie GUSTO-1). Diese Daten sind gleichwertig mit denen anderer Forschungen über Kombinationstherapien gegen Thrombolyse.

"Ich habe angesichts der Daten von INTRO AMI den Eindruck, dass diese Kombinationstherapie bei der Öffnung verstopfter Koronararterien ebenso schnell wirkt wie eine primäre Angioplastie," sagte Dr. Zeymer. "Dies kann eine wichtige Entdeckung sein, da nicht alle Herzzentren über die Fähigkeiten verfügen, diese Art der Intervention durchzuführen. Vielleicht reservieren die Kardiologen die primäre Angioplastie in der Zukunft für die Herzpatienten mit Kontraindikationen für die Verwendung von pharmakologischer Behandlung oder für diejenigen Patienten, bei denen pharmakologische Wege versagen."

Die multinationale Multicenter-Studie der Phase II umfasste 342 Herzinfarktpatienten, die innerhalb von sechs Stunden nach dem ersten Auftreten von Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die Primärziele der Studie bestanden darin, die Anzahl der Patienten, die einen optimalen Blutfluss (TIMI 3-Fluss genannt) durch die verstopfte Koronararterie 60 bis 90 Minuten nach Beginn der Behandlung erlangten, und die Vorkommen großer Blutungen während der akuten Hospitalisierung zu untersuchen. Die Städtischen Kliniken Kassel, ein führendes Herzforschungszentrum in Deutschland, war ein wichtiges Zentrum der Koordination der INTRO AMI.

Es wurde eine Verbesserung in der Wiederherstellung des normalen Blutflusses in den Koronargefäßen (TIMI 3-Blutfluss) in der betroffenen Infarktarterie bei Verwendung der Hälfte der Standarddosis von rt-PA in Kombination mit INTEGRILIN beobachtet. Diese Strategie ging nicht mit einem gesteigerten Vorkommen von häufigen Blutungskomplikationen einher, einschließlich intrakranieller Blutungen, die bei früheren Versuchen, die Thrombolyse mit rt-PA durch das Steigern der Dosis oder durch die Kombination mit wirksameren Thrombininhibitoren zu verbessern, beobachtet wurden. Außerdem fanden die Forscher eine reduzierte Reinfarktrate bei den Patienten, die mit INTEGRILIN und rt-PA behandelt wurden (weniger als 5 Prozent), im Vergleich zu den Reinfarktraten, die bei der alleinigen Behandlung mit rt-PA auftreten (meistens 5 - 10 Prozent).

"Dies sind sehr ermutigende Ergebnisse, die uns aufzeigen, wie wir akute Myokardinfarkte optimal behandeln können," fügte Dr. med. Zeymer hinzu. "Vorausgesetzt, dass unsere vorläufigen Ergebnisse in der jetzigen Phase der Dosierungsfestlegung bestätigt werden, glauben wir, dass die Ärzte jetzt vielleicht eine schnelle und wirksame thrombolytische Therapie in ihrem Arsenal an Behandlungsmöglichkeiten haben."

Unter der Leitung von Dr. med. Eric J. Topol von der Cleveland Clinic, dem Chairman der Studie INTRO AMI, ist jetzt eine angiographische Studie zur Bestätigung des Dosierung geplant, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Verwendung von INTEGRILIN in Kombination mit rt-PA bei Patienten mit einem akuten Myokardinfarkt gegenüber der vollen Dosierung von rt-PA zu bestätigen.

Über INTEGRILIN

INTEGRILIN(R) wurde für die Vermarktung innerhalb der EU im Juli 1999 durch die EU-Kommission für die Vorsorge bei frühen Myokardinfarkten von Patienten mit instabiler Angina oder Non-Q-Wave Myokardinfarkten (NQMI), schwere Herzerkrankungen, die allgemein als akute Herzgefäßsyndrome bekannt, die medizinisch und/oder mit perkutaner Koronarintervention behandelt werden, zugelassen.

ots Originaltext: Städtische Kliniken Kassel Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

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