• 01.09.1999, 12:46:58
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  • OTS0178

Kombination von INTEGRILIN(R) (Wirkstoff: Eptifibatid) mit rt-PA wirksam bei der Öffnung verstopfter Arterien bei Herzinfarktpatienten / Wirkung von INTEGRILIN vergleichbar mit primärer Angioplastie

Barcelona, Spanien (ots-PRNewswire) - Die Ergebnisse einer Phase
II-Studie an Herzinfarktpatienten demonstrieren, dass INTEGRILIN(R)
(Wirkstoff: Eptifibatid), ein GP IIb/IIIa Gerinnungshemmer, der die
Bildung von Klümpchen verhindert, und niedrig dosiertem rt-PA ebenso
effektiv sein können wie andere Therapien, einschließlich der
Angioplastie, bei der Öffnung verschlossener Koronararterien. Die
Befunde basieren auf Ergebnissen aus der Studie INTRO AMI
("INTEGRILIN and Reduced Dose of Thrombolytic in Acute Myocardial
Infarction"), die durch Dr. med. Uwe Zeymer, Städtische Kliniken
Kassel, Landeskoordinator für INTRO AMI in Deutschland, während der
Hot-Line Session auf dem 21. Kongress der European Society of
Cardiology präsentiert wurden.

Die Studie zeigte, dass bei 78 Prozent der Patienten, die
INTEGRILIN plus der halben Standarddosis von rt-PA (rekombinanter
Gewebsplasminogenaktivator) erhielten, innerhalb von 90 Minuten der
Blutfluss in den Koronararterien voll wiederhergestellt wurde. Im
Vergleich dazu erreichten 54 Prozent der Patienten, die die gesamte
Dosis von rt-PA erhielten, diesen Blutfluss innerhalb von 90 Minuten
(gemäß der Befunde der Studie GUSTO-1). Diese Daten sind gleichwertig
mit denen anderer Forschungen über Kombinationstherapien gegen
Thrombolyse.

"Ich habe angesichts der Daten von INTRO AMI den Eindruck, dass
diese Kombinationstherapie bei der Öffnung verstopfter
Koronararterien ebenso schnell wirkt wie eine primäre Angioplastie,"
sagte Dr. Zeymer. "Dies kann eine wichtige Entdeckung sein, da nicht
alle Herzzentren über die Fähigkeiten verfügen, diese Art der
Intervention durchzuführen. Vielleicht reservieren die Kardiologen
die primäre Angioplastie in der Zukunft für die Herzpatienten mit
Kontraindikationen für die Verwendung von pharmakologischer
Behandlung oder für diejenigen Patienten, bei denen pharmakologische
Wege versagen."

Die multinationale Multicenter-Studie der Phase II umfasste 342
Herzinfarktpatienten, die innerhalb von sechs Stunden nach dem ersten
Auftreten von Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die
Primärziele der Studie bestanden darin, die Anzahl der Patienten, die
einen optimalen Blutfluss (TIMI 3-Fluss genannt) durch die verstopfte
Koronararterie 60 bis 90 Minuten nach Beginn der Behandlung
erlangten, und die Vorkommen großer Blutungen während der akuten
Hospitalisierung zu untersuchen. Die Städtischen Kliniken Kassel, ein
führendes Herzforschungszentrum in Deutschland, war ein wichtiges
Zentrum der Koordination der INTRO AMI.

Es wurde eine Verbesserung in der Wiederherstellung des normalen
Blutflusses in den Koronargefäßen (TIMI 3-Blutfluss) in der
betroffenen Infarktarterie bei Verwendung der Hälfte der
Standarddosis von rt-PA in Kombination mit INTEGRILIN beobachtet.
Diese Strategie ging nicht mit einem gesteigerten Vorkommen von
häufigen Blutungskomplikationen einher, einschließlich
intrakranieller Blutungen, die bei früheren Versuchen, die
Thrombolyse mit rt-PA durch das Steigern der Dosis oder durch die
Kombination mit wirksameren Thrombininhibitoren zu verbessern,
beobachtet wurden. Außerdem fanden die Forscher eine reduzierte
Reinfarktrate bei den Patienten, die mit INTEGRILIN und rt-PA
behandelt wurden (weniger als 5 Prozent), im Vergleich zu den
Reinfarktraten, die bei der alleinigen Behandlung mit rt-PA auftreten
(meistens 5 - 10 Prozent).

"Dies sind sehr ermutigende Ergebnisse, die uns aufzeigen, wie wir
akute Myokardinfarkte optimal behandeln können," fügte Dr. med.
Zeymer hinzu. "Vorausgesetzt, dass unsere vorläufigen Ergebnisse in
der jetzigen Phase der Dosierungsfestlegung bestätigt werden, glauben
wir, dass die Ärzte jetzt vielleicht eine schnelle und wirksame
thrombolytische Therapie in ihrem Arsenal an Behandlungsmöglichkeiten
haben."

Unter der Leitung von Dr. med. Eric J. Topol von der Cleveland
Clinic, dem Chairman der Studie INTRO AMI, ist jetzt eine
angiographische Studie zur Bestätigung des Dosierung geplant, um die
Sicherheit und Wirksamkeit der Verwendung von INTEGRILIN in
Kombination mit rt-PA bei Patienten mit einem akuten Myokardinfarkt
gegenüber der vollen Dosierung von rt-PA zu bestätigen.

Über INTEGRILIN

INTEGRILIN(R) wurde für die Vermarktung innerhalb der EU im Juli
1999 durch die EU-Kommission für die Vorsorge bei frühen
Myokardinfarkten von Patienten mit instabiler Angina oder Non-Q-Wave
Myokardinfarkten (NQMI), schwere Herzerkrankungen, die allgemein als
akute Herzgefäßsyndrome bekannt, die medizinisch und/oder mit
perkutaner Koronarintervention behandelt werden, zugelassen.

ots Originaltext: Städtische Kliniken Kassel Im Internet
recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an: Nina Mehta, in Barcelona Tel. +34-609-326-533,
oder +1-212-885-0399 nach dem 1. September oder Mary Barrington-Ward,
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