Prammer: Kein EU-Beitritt der Slowakei mit einem AKW Bohunice!

: Österreichische Stellungnahme zum slowakischen Energiekonzept offiziell übermittelt.

Wien (OTS) - Ohne die Schließung des Kernkraftwerks Bohunice ist ein EU-Beitritt der Slowakei unmöglich. Bis zum EU-Gipfel in Helsinki Ende des Jahres muß unser Nachbarstaat einen verbindlichen Schließungsplan vorlegen. "Das Kernkraftwerk Bohunice stellt ein Sicherheitsrisiko dar und muß schnellstens geschlossen werden", betont Konsumentenschutzministerin Prammer, die eine österreichische Stellungnahme zum slowakischen Energiekonzept in Auftrag gegeben hat, die heute offiziell an die Slowakei übermittelt wurde.

"Ich gehe nach wie vor davon aus, daß das Kernkraftwerk Bohunice im Jahr 2000 geschlossen wird. Dieser Termin ist auch in der Agenda 2000 vorgesehen und muß eingehalten werden. Ansonsten ist ein EU-Beitritt der Slowakei nicht möglich", stellt Prammer fest und verweist auch auf den Anti-Atom-Aktionsplan der österreichischen Bundesregierung.

In diesem Aktionsplan, der in enger Zusammenarbeit mit den führenden österreichischen Umweltorganisationen und einzelnen Bundesländern erarbeitet wurde, ist festgeschrieben, daß ein EU-Beitritt der Beitrittswerber nur mit Kernkraftwerken, die den strengsten Sicherheitskriterien und dem Stand der Technik entsprechen, möglich ist.

Deshalb müssen für die Kernkraftwerke Bohunice (Slowakei), Ignalina (Litauen) und Kosloduj (Bulgarien), welche diese Standards nicht erreichen können, verbindliche Schließungspläne vorgelegt werden, so Prammer. Diese Forderung Österreichs hat Prammer heute dem slowakischen Wirtschaftsminister Cernak im Rahmen der österreichischen Stellungnahme zum slowakischen Energiekonzept übermittelt.

Österreich hat der Slowakei beim Ausstieg aus der Kernenergie aber auch die bestmögliche Zusammenarbeit angeboten. Wenn auf die Verwendung von Kernenergie verzichtet wird, müssen alternative Energieformen verstärkt genutzt werden. Hier wird Österreich die im slowakischen Energiekonzept enthaltenen konstruktiven Ansätze zur verstärkten Nutzung alternativer Energien unterstützen, so Prammer abschließend.

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