Votruba: Die Verschuldung von Privatpersonen steigt weiter enorm an

Betroffene sollen Hilfestellungen bewußt nutzen

St. Pölten (SPI) - Schulden zu haben ist heute für viele nichts Besonderes mehr - im Gegenteil, es ist alltäglich geworden. Oft ist es leider nur ein kleiner Schritt, daß sich Konsumenten von "harmlosen" Schulden in die völlige Zahlungsunfähigkeit hinein-manövrieren. Allein im ersten Halbjahr 1999 betrug die Durchschnittsverschuldung 1.261.288 Schilling. Aus diesem Grund hat Landesrätin Traude Votruba schon vor einigen Jahren die Gründung von Beratungsstellen forciert. Die Schuldnerberatung NÖ wurde 1991 ins Leben gerufen, und wird seither vom Land NÖ und vom AMS finanziert.****

"In Zeiten des Internet werden die Konsumenten noch zusätzlich vielen "Kaufver-lockungen" ausgesetzt. Dieses Problem betrifft vor allem die Jugend - die sogenannte Internet-Generation. Es wird schon lange nicht nur mehr gesurft, sondern auch gehörig per Internet eingekauft. Ein zentraler Punkt für die Verschuldung der Niederösterrei-cherinnen und Niederösterreicher ist wohl auch die "Entfremdung vom Bargeld". Speziell die Bankomatkarte - vergleichsweise noch viel mehr als die Kreditkarte - fördert den Griff in die ohnehin schon leere, elektronische Brieftasche", erläutert Landesrätin Votruba.

Die Schuldnerberatung wird zum führenden Instrument im Kampf gegen das eklatante Problem der Verschuldung. Die Nachfrage ist so groß, daß die Beratungsstellen in Wiener Neustadt und Hollabrunn sogar Wartelisten für neue Kunden führen müssen. Die zunehmende Verschärfung des Problems der Verschuldung macht es unbestritten notwendig, die Beratungsstellen weiterhin finanziell durch die öffentliche Hand zu fördern. Hilfestellung für Betroffene bietet aber auch eine Broschüre von Konsumentenschutz-Ministerin Barbara Prammer. " Diese gibt einerseits verschuldeten Personen erste wichtige Hinweise, was im Falle einer Überschuldung zu tun ist; kann andererseits auch allen, die nicht persönlich vom Problem der Überschuldung betroffen sind, hilfreich Tips zur Finanzplanung geben", betont Votruba. Exemplare dieser Broschüre sind kostenlos beim Büro für Konsumentenfragen in 1030 Wien, Radetzkystraße 2 unter der Telefonnummer 01/71172-4785 erhältlich.
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