Klimawandel zerstört bedeutende Tourismusgebiete Fehlende Maßnahmen der Regierungen gegen den Klimawandel gefährden Top Gebiete des Tourismus

Wien (OTS) - Die internationale Tourismus Wirtschaft wird massive finanzielle Einbußen durch die Auswirkungen des Klimawandels erleiden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Klimawandel und die Auswirkungen auf den Tourismus" die von der Universität von East Anglia, einem weltweit führenden Forschungszentrum für Klimawandel erstellt wurde. Untersucht wurden die potentiellen Auswirkungen des Klimawandels und des Anstiegs der globalen Temperaturen auf 10 der weltweit bedeutendsten Tourismusgebiete. Das Ergebnis: Der steigende Meeresspiegel, Katastrophen Fluten, Waldbrände, und die Zunahme von Seuchen könnten profitabele Urlaubsgebiete in "Horror Destinationen" verwandeln.

"Die Urlauber lieben ihre Ferien und wollen sich wohl fühlen. Doch viele heute sehr beliebte Urlaubsregionen könnten zu heiß werden für das Wohlbefinden der Gäste", präsentiert WWF Klimaexperte Mag. Stefan Moidl einen Aspekt des Klimawandels. Die Studie zeigt auf, daß in vielen Regionen des östlichen Mittelmeers die Tage mit Temperaturen über 40° C zunehmen werden.

Der Klimawandel verusacht auch einen Anstieg von Seuchen und Epedemien in vielen Gebieten der Erde. Der Anstieg der Malaria betrifft nicht nur Afrika und Amerika, denn es ist mit einem Auftreten von Malaria auch in Südspanien zu rechnen. Ebenso wird eine Reduktion der Bewölkung in Australien das Hautkrebsrisiko in dieser Region deutlich erhöhen.

Die bekannte und beliebte Inselgruppe der Malediven ist ebenso wie die Strände und Inseln in Florida direkt durch den Anstieg des Meeresspiegels und der dadurch verursachten Erosion bedroht.

Auswirkungen auf Österreich

Die Alpen sind eine der 10 bedeutendsten Tourismusregionen welche in der Studie untersucht wurden. Österreich ist mit dem Anteil an Tourismus aus dem Ausland mit 6,3 % am Bruttoinlandsprodukt innerhalb der OECD Staaten deutlich führend. Gerade der so bedeutende Bereich des Wintertourismuses ist besonders sensibel. Klimamodelle zeigen, daß bei steigenden Temperaturen die Wintersaison reduziert wird. In manchen Regionen um 20 Prozent bis 2020 und mehr als 50 Prozent bis 2050. Die Modelle zeigen, gerade tiefliegende Skigebiete wie etwa Kitzbühel (763m) sind in der sensiblen Zone. Schilaufen im Frühjahr wird in Kitzbühel unmöglich werden. Bei steigenden Temperaturen würde im Jahr 2050 die Periode der Schneebedeckung im Winter von durchschnittlich 76 auf 53 Tage und im Frühling von 24 auf Null reduziert.

"Die Tourismusbranche muß mit sehr hohen Kosten rechen, wenn der Klimawandel beginnt die Wahl von Urlaubsorten zu beeinflußen": ist Stefan Moidl überzeugt, "Es braucht echte Klimaschutzmaßnahmen der Regierungen um den Problemen Herr zu werden."

Die WWF-Studie " Climate Change and its Impacts on Tourism" untersuchte folgende Regionen: Malediven, Europäische Alpen, östliches Mittelmeer, Südspanien, Schottland, Europäische Seen, Süd-und Ostafrika, Australien, Florida und Brasilien und ist auf der Website des WWF - UK abrufbar:www.wwf-uk.org

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