• 26.08.1999, 10:00:00
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  • OTS0077

Hilfe gegen tödliche Bienenstiche

5 Prozent der Österreicher reagieren allergisch, 8 Personen sterben jährlich

Wien (OTS) - Etwa fünf Prozent der Österreicher reagieren
allergisch auf das Insektengift, das bei einem Bienen- oder
Wespenstich übertragen wird. Acht Menschen versterben jährlich an den
Folgen des Stiches. Diese Todesfälle lassen sich aber mit
entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen und Medikamenten vermeiden.

Der Hinweis auf eine Allergie bei Insektenstichen erfolgt meist
beim ersten Stich. Die Reaktion ist beim ersten Stich meist noch
nicht all zu schwerwiegend, aber die gestochene Stelle schwillt
auffällig stark, meist handtellergroß an. Dazu kommen ein besonders
starker Juckreiz und ein spontanes Erröten der gestochenen Person.
Personen bei denen solche Reaktionen auftreten, sollten ihre Allergie
abtesten lassen. Fällt der Test positiv aus, d.h. es liegt eine
Allergie vor, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden:

1. Gefahrenquellen wie blühende Sträucher, Bäume, Blumen ebenso,
wie Fallobst und freiliegende Nahrungsmittel meiden. Die Insekten
werden auch von bunter, flatternder Kleidung, Schweiß oder Haarspray
angezogen.

2. Medikamente für den Notfall immer mit sich führen. Dafür stehen
Präparate mit Adrenalin, Antihistamin, Kortison zur Verfügung.

Bronchospasmolytika helfen zusätzlich gegen allergische Reaktionen
im Atemtrakt. Nach Anwendung der Medikamente und scheinbar gutem
Verlauf des Geschehens sollte trotzdem unbedingt ein Arzt aufgesucht
werden, um mögliche Spätreaktionen zu vermeiden.

Werden im Ernstfall, also nach einem Stich bei einem Allergiker,
Medikamente nicht rasch verabreicht, kann es zu Übelkeit, Erbrechen,
Herzrasen, Herzrythmusstörungen, Blutdruckabfall, Atemnot durch
Verkrampfung der Bronchien bzw. durch eine Kehlkopfschwellung und
schließlich zum Atem- und Kreislaufstillstand kommen.

Bei einem Stich sollte auf jeden Fall der Stachel rasch entfernt
werden. Den Stachel von unten nach oben aus der Haut "herausheben".
Das sollte keinesfalls mit einer Pinzette erfolgen, da dabei das Gift
aus dem Stachel in die Haut gepreßt werden kann.

Rückfragehineis: Österreichische Apothekerkammer
Pressereferat,
Tel.: 01/404 14/600

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