- 25.08.1999, 12:06:08
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- OTS0136
Schausberger-Dank an Anrainer und ÖSAG
Nun Bau der zweiten Tunnelröhren und Umweltschutzmaßnahmen fixieren – "Gelder vorhanden"
(Salzburg – OTS) Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger hat
heute Mittwoch, 25.
August, den Vorstandsdirektoren der Österreichischen Autobahnen- und
Schnellstraßen
Aktiengesellschaft Dipl.-Ing. Franz Lückler und Dipl.-Ing. Alois
Schedl namens des Landes
Salzburg für die hervorragende Arbeit gedankt, die die ÖSAG und ihre
Mitarbeiter sowie die
beauftragten Firmen geleistet haben, damit der Tauerntunnel um zwei
Wochen früher als
geplant wieder in Betrieb genommen werden kann. Bekanntlich
beabsichtigt die ÖSAG, nach
Abschluss der Arbeiten am Samstag, 28. August, Mittag und einem noch
durchzuführenden
Sicherheitscheck gegen 18.00 Uhr den Tunnel wieder für den Verkehr
frei zu geben.
Schausberger gratulierte dem Management und den Mitarbeitern
der ÖSAG, die für diese
Leistung von der Europäischen Wirtschaftskammer für Handel, Gewerbe
und Industrie eine
europäische Auszeichnung zuerkannt bekommen haben. "Während
anderswo, im Montblanc-
Tunnel, noch die Autos im Tunnel stünden, habe die ÖSAG seit der
Freigabe des Tunnels durch
die Kriminalpolizei am 7. Juni 1999 erstklassige Sanierungsarbeit
geleistet und dabei auch die
Sicherheits- einrichtungen im Tunnel noch erheblich verbessert",
sagte Schausberger. Auch die
Bevölkerung an der durch den Umgehungsverkehr schwer belasteten und
für diese
Verkehrsfrequenz nicht ausgestatteten Straße über den Radstädter
Tauern werde diese
Entscheidung mit Erleichterung hinnehmen, betonte Dr. Schausberger,
der im gleichen Atemzug
der Bevölkerung an der B 99 ausdrücklich dafür dankte, dass sie die
großen Beeinträchtigungen
in den vergangenen Wochen in Kauf genommen hätten, um einen
Verkehrskollaps verhindern
zu helfen. Das Land Salzburg seinerseits, so Schausberger, habe von
der ersten Stunde der
Tauerntunnelkatastrophe an die Ausweichrouten über den Brenner und
den Phyrn propagiert.
Trotzdem bleibe ein Restverkehr, der zwar gemessen an der
Gesamtmenge klein erscheine, für
die betroffenen Regionen aber auf Dauer absolut inakzeptabel wäre.
Zweite Tunnelröhren – Finanzierung sichern
Schausberger wiederholte in diesem Zusammenhang seine Forderung
an die
Bundesregierung, endlich die Finanzierung der zweiten Tunnelröhren
durch den Tauern und
Katschberg sicherzustellen. Diese seien aus Sicherheitsgründen
nötig. Unabdingbar müsse dieser
Ausbau mit Umweltschutzmaßnahmen im Bereich Zederhaus, aber auch in
Flachau und St.
Michael gesehen werden, unterstrich Schausberger. Das Land Salzburg
werde dabei seine
Mitbürger nicht im Stich lassen, so der Salzburger Landeshauptmann.
Er habe kein Verständnis
für akademische Diskussionen und Junktimierungen, die die
Realisierung der beiden Tunnels mit
der Einführung des Road-Pricing in Österreich verknüpfen wollten. Er
habe zuletzt in der
Vorwoche die Bundesregierung und das Österreichische Parlament an
ihre eigenen Beschlüsse
für den Bau der zweiten Tunnelröhren erinnert. Salzburg und die
Verkehrsteilnehmer in ganz
Europa würden es nicht verstehen, wenn ein österreichischer Streit
die Ausführung dieser Pläne
verhindern würde.
Gelder vorhanden
Er werde daher die Verkehrsfreigabe des Tauerntunnels am
Samstag, 28. August, erneut
dazu benützen, Wirtschaftsminister Dr. Hannes Farnleitner und die
Vertreter der ASFINAG,
Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Bernhard Engleder und Generaldirektor
Dr. Engelbert Schragl,
darauf hinzuweisen, dass sie fahrlässig handelten, sollten die
Beschlüsse der Regierung und des
Parlamentes nicht rasch umgesetzt werden.
Das Argument fehlender Gelder wischte Schausberger mit dem
Hinweis vom Tisch, dass die
ÖSAG etwa im Jahr 1998 auf der Tauernroute rund 900 Millionen
Schilling lukrierte
(Rechnungsjahr 1998) und überdies eine EU-Richtlinie, nämlich der
Artikel 7 lit.a in der
Wegekosten-Richtlinie vorsehe, dass Höhe und Festsetzung der
Mauteinnahmen sich an den
Investitionen am Betrieb auf der Mautstrecke zu orientieren haben.
Nicht nur er leite daraus ab,
so Schausberger, dass die Mautgesellschaft daher verpflichtet sei,
die auf dieser Strecke
eingenommenen Gelder auch auf dieser Strecke zu investieren.
Rückfragehinweis: Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
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