Schausberger-Dank an Anrainer und ÖSAG

Nun Bau der zweiten Tunnelröhren und Umweltschutzmaßnahmen fixieren – "Gelder vorhanden"

(Salzburg – OTS) Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger hat heute Mittwoch, 25.
August, den Vorstandsdirektoren der Österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen
Aktiengesellschaft Dipl.-Ing. Franz Lückler und Dipl.-Ing. Alois Schedl namens des Landes
Salzburg für die hervorragende Arbeit gedankt, die die ÖSAG und ihre Mitarbeiter sowie die
beauftragten Firmen geleistet haben, damit der Tauerntunnel um zwei Wochen früher als
geplant wieder in Betrieb genommen werden kann. Bekanntlich beabsichtigt die ÖSAG, nach
Abschluss der Arbeiten am Samstag, 28. August, Mittag und einem noch durchzuführenden
Sicherheitscheck gegen 18.00 Uhr den Tunnel wieder für den Verkehr frei zu geben.

Schausberger gratulierte dem Management und den Mitarbeitern der ÖSAG, die für diese
Leistung von der Europäischen Wirtschaftskammer für Handel, Gewerbe und Industrie eine
europäische Auszeichnung zuerkannt bekommen haben. "Während anderswo, im Montblanc-
Tunnel, noch die Autos im Tunnel stünden, habe die ÖSAG seit der Freigabe des Tunnels durch
die Kriminalpolizei am 7. Juni 1999 erstklassige Sanierungsarbeit geleistet und dabei auch die
Sicherheits- einrichtungen im Tunnel noch erheblich verbessert", sagte Schausberger. Auch die
Bevölkerung an der durch den Umgehungsverkehr schwer belasteten und für diese
Verkehrsfrequenz nicht ausgestatteten Straße über den Radstädter Tauern werde diese
Entscheidung mit Erleichterung hinnehmen, betonte Dr. Schausberger, der im gleichen Atemzug
der Bevölkerung an der B 99 ausdrücklich dafür dankte, dass sie die großen Beeinträchtigungen
in den vergangenen Wochen in Kauf genommen hätten, um einen Verkehrskollaps verhindern
zu helfen. Das Land Salzburg seinerseits, so Schausberger, habe von der ersten Stunde der
Tauerntunnelkatastrophe an die Ausweichrouten über den Brenner und den Phyrn propagiert.
Trotzdem bleibe ein Restverkehr, der zwar gemessen an der Gesamtmenge klein erscheine, für
die betroffenen Regionen aber auf Dauer absolut inakzeptabel wäre.

Zweite Tunnelröhren – Finanzierung sichern

Schausberger wiederholte in diesem Zusammenhang seine Forderung an die
Bundesregierung, endlich die Finanzierung der zweiten Tunnelröhren durch den Tauern und
Katschberg sicherzustellen. Diese seien aus Sicherheitsgründen nötig. Unabdingbar müsse dieser
Ausbau mit Umweltschutzmaßnahmen im Bereich Zederhaus, aber auch in Flachau und St.
Michael gesehen werden, unterstrich Schausberger. Das Land Salzburg werde dabei seine
Mitbürger nicht im Stich lassen, so der Salzburger Landeshauptmann. Er habe kein Verständnis
für akademische Diskussionen und Junktimierungen, die die Realisierung der beiden Tunnels mit
der Einführung des Road-Pricing in Österreich verknüpfen wollten. Er habe zuletzt in der
Vorwoche die Bundesregierung und das Österreichische Parlament an ihre eigenen Beschlüsse
für den Bau der zweiten Tunnelröhren erinnert. Salzburg und die Verkehrsteilnehmer in ganz
Europa würden es nicht verstehen, wenn ein österreichischer Streit die Ausführung dieser Pläne
verhindern würde.

Gelder vorhanden

Er werde daher die Verkehrsfreigabe des Tauerntunnels am Samstag, 28. August, erneut
dazu benützen, Wirtschaftsminister Dr. Hannes Farnleitner und die Vertreter der ASFINAG,
Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Bernhard Engleder und Generaldirektor Dr. Engelbert Schragl,
darauf hinzuweisen, dass sie fahrlässig handelten, sollten die Beschlüsse der Regierung und des
Parlamentes nicht rasch umgesetzt werden.

Das Argument fehlender Gelder wischte Schausberger mit dem Hinweis vom Tisch, dass die
ÖSAG etwa im Jahr 1998 auf der Tauernroute rund 900 Millionen Schilling lukrierte
(Rechnungsjahr 1998) und überdies eine EU-Richtlinie, nämlich der Artikel 7 lit.a in der
Wegekosten-Richtlinie vorsehe, dass Höhe und Festsetzung der Mauteinnahmen sich an den
Investitionen am Betrieb auf der Mautstrecke zu orientieren haben. Nicht nur er leite daraus ab,
so Schausberger, dass die Mautgesellschaft daher verpflichtet sei, die auf dieser Strecke
eingenommenen Gelder auch auf dieser Strecke zu investieren.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65

Landespressebüro Salzburg

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG/SBG