• 25.08.1999, 09:11:32
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  • OTS0051

AK: Biodiesel-Pflicht bringt wenig, kostet viel

Kaum Umwelteffekte, kaum neue Arbeitsplätze

Wien (OTS) - Eine verpflichtende Beimengung von Biodiesel
würde die Konsumenten 220 Millionen Schilling im Jahr kosten,
bedeutet einen Steuerausfall von rund 300 Millionen Schilling,
bringt kaum neue Arbeitsplätze und auch weniger positive
Umwelteffekte als andere, kostengünstigere Maßnahmen: Das zeigt
eine Untersuchung der AK. Die AK lehnt daher eine Verpflichtung
der Autofahrer, Biodiesel mittanken zu müssen, ab. Biodiesel könne
jetzt schon angeboten und verkauft werden. Wenn er wirklich so
kostengünstig wäre, wie seine Verfechter behaupten, dann würde er
sich auch ohne Pflicht am Markt durchsetzen, argumentiert die AK.
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Das Ergebnis einer verpflichtenden Beimengung von 2 Prozent
Biodiesel wäre:

+ ein Biodiesel-Bedarf von 66.000 Tonnen – also achtmal soviel wie
die für heuer erwartete Ernte,
+ dafür große zusätzliche Anbauflächen für Biodiesel-Raps – also
Monokulturen und Umweltbelastung aus Intensivdüngung,
+ eine Verteuerung von Dieselkraftstoff um 5,5 Groschen pro Liter
– also Mehrkosten von 220 Millionen Schilling pro Jahr für die
Konsumenten,
+ ein Steuerausfall von 300 Millionen Schilling für das Budget,
+ die CO2-Emissionen werden nicht reduziert,
+ die Landwirte wären auf die Agrarsubventionen angewiesen bzw
wären von den Marktpreisen für Ölstaaten und Getreide abhängig,
die entsprechend stark schwanken (wie bei Mineralöl).

Für diesen Aufwand sind weit weniger positive Beschäftigungs- und
Umwelteffekte zu erwarten, als versprochen werden, zeigt die AK
Untersuchung.

Rückfragehinweis: AK Wien

Presse W Mitterlehner
Tel.: (01)501 65-2631

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