• 25.08.1999, 08:56:48
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  • OTS0031

SPÖ-ÖVP-Streit über rechtliche Besserstellung von Lebensgemeinschaften: Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien fordert "Eingetragene Partner/Innen/schaft" nach skandinavischem Modell

Wien (OTS) - Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien nimmt den
aktuellen Streit über die rechtliche Besserstellung von
Lebensgemeinschaften zum Anlaß, auf ihre Forderung nach Einführung
der "Eingetragenen PartnerInnenschaft", wie sie in Dänemark nunmehr
seit einem Jahrzehnt (!) und in Norwegen, Schweden und Island auch
seit mehreren Jahren besteht, hinzuweisen. Die Eingetragene
PartnerInnenschaft ist das Äquivalent zur Ehe - mit fast allen
Rechten und Pflichten wie für diese - für gleichgeschlechtliche Paare
(sie gilt nicht für Heterosexuelle).

"Die rechtliche Absicherung von PartnerInnenschaften von Lesben
und Schwulen ist im Sinne der Gleichstellung und Menschenrechte ein
zentraler Punkt unserer Forderungen", erklärt dazu HOSI-Wien-Obmann
Christian Högl. Für uns ist die Eingetragene PartnerInnenschaft aber
die einzige akzeptable Lösung. Grundsätzlich begrüßen wir den
Vorstoß der SPÖ, die Rechte und Pflichten der Lebensgemeinschaft bei
gleichzeitiger Ausweitung auf gleichgeschlechtliche
LebensgefährtInnen zu verbessern. Davon würden auch viele Lesben und
Schwule, die keine Eingetragene PartnerInnenschaft anstreben,
profitieren.

Trotzdem ist der Vorschlag der SPÖ für uns in dieser Form nicht
befriedigend. Die Lebensgemeinschaft wird auch in einer verbesserten
Form nicht dieselben Rechte und Pflichten wie die Ehe umfassen, daher
würden Lesben und Schwule weiterhin in ihren Wahlmöglichkeiten
diskriminiert und müßten sich mit eine= r rechtlichen Lebensform
zweiter Klasse zufriedengeben.

Tritt man ehrlich für Gleichberechtigung ein, darf das Modell der
Eingetragenen PartnerInnenschaft nicht abgelehnt werden, zumal das
skandinavische Beispiel zeigt, daß die Befürchtungen konservativer
Kreise, Ehe und Familie könnten dadurch geschwächt werden, völlig
unberechtigt sind und wohl auf homophoben Vorurteilen fußen. Außerdem
gibt es in immer mehr Staaten Europas Bestrebungen, die Eingetragene
PartnerInnenschaft einzuführen. Diesem Trend kann sich Österreich auf
Dauer ohnehin nicht entziehen."

Die detaillierten HOSI-Wien-Forderungen sowie ausführliche
Hintergrundinformationen über die Eingetragene PartnerInnenschaft
können vom Website www.hosiwien.at (unter Download/Infos)
heruntergeladen werden.

Rückfragehinweise: Christian Högl, Obmann, Tel. 0664/18 11 038;
Waltraud Riegler, Obfrau, Tel. 526 82 57
Kurt Krickler, Generalsekretär,
Tel. 545 13 10, 0664/57 67 466.

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