• 23.08.1999, 11:17:22
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  • OTS0096

Gesundheitsministerin Hostasch verhindert, was sie als AK-Präsidentin gefordert hat

Dirnberger fordert verschuldensunabhängige Patienten_ entschädigung vom neuen Nationalrat

Wien (OTS) - "Die Gesundheitsministerin Hostasch ist dafür
verantwortlich, dass Patienten nach ärztlichen Kunstfehlern, wie z.B.
jetzt in Oberösterreich, keine Entschädigung erhalten. Die Ministerin
ist bei dieser verschuldensunabhängigen Patientenentschädigung
genauso gescheitert wie bei der Gleichstellung von Arbeitern und
Angestellten", kritisiert AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB).

Dirnberger: "Ich habe die Gesundheitsministerin bereits bei ihrem
Amtsantritt im Jänner 1997 darauf hingewiesen, dass eine
verschuldensunabhängige Entschädigung bei ärztlichen Kunstfehlern
notwendig ist. Aber nicht genug damit, bereits unter der
Präsidentschaft von Lore Hostasch in der Bundesarbeitskammer wurde
dort im sog. Programm 2000 eine entsprechende Besserstellung der
Patienten im Falle von ärztlichen Kunstfehlern gefordert. Doch was
die AK-Präsidentin gefordert hat, hat die Gesundheitsministerin
Hostasch nicht umgesetzt."

Immer wieder Kunstfehler, nie gab es gesetzliche Konsequenzen

Nach den ärztlichen Kunstfehlern der letzten Jahre, also z.B. der
irrtümlichen Kastration oder der irrtümlichen Nierenentfernung, gab
es immer wieder großen politischen und medialen Wirbel, doch blieb
das ohne gesetzliche Konsequenzen. "Ich hoffe, dass der neugewählte
Nationalrat in dieser Angelegenheit aktiver sein wird als der alte,
denn dieser war, obwohl eine verschuldensunabhängige
Patientenentschädigung schon verankert war, völlig untätig", fordert
Dirnberger eine entsprechende Gesetzesinitiative vom neuen
Nationalrat und vom neuen Gesundheitsminister.

Rückfragehinweis: Alfred Dirnberger, Tel. 01-58883-1706.

Fax.: (01) 36060/5399

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