20 Jahren VIC - Diplomatie als wirtschaftlicher Faktor

Festveranstaltung am 9. Oktober im Austria Center

(Wien-OTS) Vor 20 Jahren, am 23. August 1999, wurde das Vienna International Center (VIC) offiziell an die damals in Wien ansässigen Internationaen Organisationen übergeben. Grund genug für Staatssekretärin Benita FERRERO-WALDNER heute die Bedeutung der in Wien ansässigen Organisationen für Österreich zu unterstreichen. "Wien genießt international heute einen
exzellenten Ruf als Stadt des Dialoges. Die Präsenz der UNO und anderer Organisationen bringt Österreich ein gutes Renommee und hohe Einnahmen. Im Jahre 1980 waren der österreichischen und speziell der Wiener Wirtschaft 1,6 Milliarden Schilling an
Ausgaben zugeflossen. 1997 betrugen die Gesamtausgaben der in Wien tätigen internationalen Organisationen bereits über 5 Milliarden Schilling. Diplomatie ist damit zu einem wichtigen
Wirtschaftsfaktor geworden", so FERRERO-WALDNER.

Die Staatssekretärin ist auch stolz darauf, daß es in den letzten 20 Jahren gelungen ist, die Rolle Wiens als 3.
Hauptquartier der Vereinten Nationen durch eine Steigerung der
Zahl der in Wien ansässigen Organisationen zu stärken. "Wir haben heute 21 Internationale Organisationen in Wien. 1996 waren es noch 20 und Ende der achtziger waren es nur 15. Die Bundeshauptstadt
ist heute das Weltzentrum im Kampf gegen Drogen, Verbrechen und Terrorismus. Die UNIDO ist zu einem Musterbeispiel für eine gelungene Reform im System der Vereinten Nationen geworden, die Atombehörde ist nach wie vor eine der wichtigsten Spezialorganisationen der Vereinten Nationen, der höchste politische Bedeutung zukommt.", sagte FERRERO-WALDNER. Zuletzt gelang es der Staatssekretärin, die CTBTO (Preparatory Commission for the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization), die Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Atomwaffen, für Wien zu gewinnen.

FERRERO-WALDNER bedauert allerdings, daß der Beschäftigtenstand der internationalen Organisationen leicht rückläufig ist. Nach Angaben des Statistischen Amtes der Stadt Wien betrug die Zahl der Beschäftigten internationaler Organisationen Ende 1997 4.471. Ende der 80er Jahre waren es noch 4.800. "Besonders schmerzlich ist,
daß dieser Rückgang aus einer leichten Abnahme der österreichischen Beschäftigten resultiert. Internationale Organisationen sind in einer globalisierten Welt von zunehmender Bedeutung". Erklärtes Ziel der Staatssekretärin war und ist es daher seit ihrem Amtsantritt, mehr ÖsterreicherInnen in internationale Organisationen unterbringen. "In den Vereinten Nationen, wo wir vor Jahren "überrepräsentiert" waren, sind wir heute nicht mehr an führender Stelle vertreten. Gerade ein kleines Land wie Österreich muß sich aber Einfluß verschaffen, um seine Interessen wirksam vertreten zu können", so die Staatssekretärin.

FERRERO-WALDNER überlegt daher Schritte zur Korrektur dieser Entwicklung und beabsichtigt diese im Rahmen der heurigen Botschafterkonferenz (1. und 2. Sept. 1999) bekanntzugeben .

Schließlich kündigte FERRERO-WALDNER an, daß es am 9. Oktober 1999 im VIC eine Festveranstaltung aus Anlaß "20 Jahre VIC in
Wien" geben wird. Dabei wird ein hochrangiges Panel unter dem Vorsitz von Louise Frechette, der Stellvertreterin des UN-Generalsekretärs, Beiträge der internationalen Organisationen zur Menschlichen Sicherheit im 21. Jahrhundert diskutieren. Schon vorher, am 7. Oktober, wird die Drogenkontrollbehörde gemeinsam
mit der Universität Wien ein Expertentreffen zu präventiven und repressiven Aspekten der Drogenarbeit veranstalten. Die Atomenergiebehörde wird am 8. Oktober ein Expertentreffen zu
Fragen der nuklearen Verifikation veranstalten, an dem sich die CTBTO beteiligen wird. Ebenfalls am 8. Oktober wird die UNIDO ein Treffen zur Klimaproblematik veranstalten (Schluß).

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