- 18.08.1999, 12:02:56
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20 Jahren VIC - Diplomatie als wirtschaftlicher Faktor=
Festveranstaltung am 9. Oktober im Austria Center
(Wien-OTS) Vor 20 Jahren, am 23. August 1999, wurde das Vienna
International Center (VIC) offiziell an die damals in Wien
ansässigen Internationaen Organisationen übergeben. Grund genug
für Staatssekretärin Benita FERRERO-WALDNER heute die Bedeutung
der in Wien ansässigen Organisationen für Österreich zu
unterstreichen. "Wien genießt international heute einen
exzellenten Ruf als Stadt des Dialoges. Die Präsenz der UNO und
anderer Organisationen bringt Österreich ein gutes Renommee und
hohe Einnahmen. Im Jahre 1980 waren der österreichischen und
speziell der Wiener Wirtschaft 1,6 Milliarden Schilling an
Ausgaben zugeflossen. 1997 betrugen die Gesamtausgaben der in Wien
tätigen internationalen Organisationen bereits über 5 Milliarden
Schilling. Diplomatie ist damit zu einem wichtigen
Wirtschaftsfaktor geworden", so FERRERO-WALDNER.
Die Staatssekretärin ist auch stolz darauf, daß es in den
letzten 20 Jahren gelungen ist, die Rolle Wiens als 3.
Hauptquartier der Vereinten Nationen durch eine Steigerung der
Zahl der in Wien ansässigen Organisationen zu stärken. "Wir haben
heute 21 Internationale Organisationen in Wien. 1996 waren es noch
20 und Ende der achtziger waren es nur 15. Die Bundeshauptstadt
ist heute das Weltzentrum im Kampf gegen Drogen, Verbrechen und
Terrorismus. Die UNIDO ist zu einem Musterbeispiel für eine
gelungene Reform im System der Vereinten Nationen geworden, die
Atombehörde ist nach wie vor eine der wichtigsten
Spezialorganisationen der Vereinten Nationen, der höchste
politische Bedeutung zukommt.", sagte FERRERO-WALDNER. Zuletzt
gelang es der Staatssekretärin, die CTBTO (Preparatory Commission
for the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization), die
Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von
Atomwaffen, für Wien zu gewinnen.
FERRERO-WALDNER bedauert allerdings, daß der Beschäftigtenstand
der internationalen Organisationen leicht rückläufig ist. Nach
Angaben des Statistischen Amtes der Stadt Wien betrug die Zahl der
Beschäftigten internationaler Organisationen Ende 1997 4.471. Ende
der 80er Jahre waren es noch 4.800. "Besonders schmerzlich ist,
daß dieser Rückgang aus einer leichten Abnahme der
österreichischen Beschäftigten resultiert. Internationale
Organisationen sind in einer globalisierten Welt von zunehmender
Bedeutung". Erklärtes Ziel der Staatssekretärin war und ist es
daher seit ihrem Amtsantritt, mehr ÖsterreicherInnen in
internationale Organisationen unterbringen. "In den Vereinten
Nationen, wo wir vor Jahren "überrepräsentiert" waren, sind wir
heute nicht mehr an führender Stelle vertreten. Gerade ein kleines
Land wie Österreich muß sich aber Einfluß verschaffen, um seine
Interessen wirksam vertreten zu können", so die Staatssekretärin.
FERRERO-WALDNER überlegt daher Schritte zur Korrektur dieser
Entwicklung und beabsichtigt diese im Rahmen der heurigen
Botschafterkonferenz (1. und 2. Sept. 1999) bekanntzugeben .
Schließlich kündigte FERRERO-WALDNER an, daß es am 9. Oktober
1999 im VIC eine Festveranstaltung aus Anlaß "20 Jahre VIC in
Wien" geben wird. Dabei wird ein hochrangiges Panel unter dem
Vorsitz von Louise Frechette, der Stellvertreterin des UN-
Generalsekretärs, Beiträge der internationalen Organisationen zur
Menschlichen Sicherheit im 21. Jahrhundert diskutieren. Schon
vorher, am 7. Oktober, wird die Drogenkontrollbehörde gemeinsam
mit der Universität Wien ein Expertentreffen zu präventiven und
repressiven Aspekten der Drogenarbeit veranstalten. Die
Atomenergiebehörde wird am 8. Oktober ein Expertentreffen zu
Fragen der nuklearen Verifikation veranstalten, an dem sich die
CTBTO beteiligen wird. Ebenfalls am 8. Oktober wird die UNIDO ein
Treffen zur Klimaproblematik veranstalten (Schluß).
Rückfragehinweis: BM für auswärtige Angelegenheiten
Mag. J.Peterlik, Pressesprecher der Staatssekretärin
Tel: 53115-3265 / 0664-3567084
e-mail: Johannes.Peterlik@wien.bmaa.gv.at
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