Urlaub und "Pille" -häufig gestellte Fragen an die Apotheker

Wien (OTS) - Grundsätzlich ist bei der "Pille" auf Reisen zu bemerken, daß Zeitverschiebung, Durchfall oder Erbrechen die Sicherheit der oralen Kontrazeptiva gefährden.

Zeitverschiebung:

Die Berücksichtigung der Zeitverschiebung ist vor allem bei den heutigen Mikropillen mit niedriger Östrogendosis wesentlich, da es sonst unter Umständen zu Zwischenblutungen kommen kann. Entscheidend ist bei Reisen in andere Zeitzonen, daß der Zeitabstand zur letzten Einnahme jeweils gleich bleiben muß. Nicht wesentlich ist die Uhrzeit, da sich diese mit den Zeitzonen verschiebt.

Durchfall und Erbrechen:

Wenn innerhalb von vier Stunden nach Einnahme der Pille Erbrechen oder Durchfall auftritt, ist der Schutz vor einer Schwangerschaft nicht mehr ausreichend gegeben. Es empfiehlt sich daher die Einnahme einer weiteren Tablette wie gewohnt fortzusetzen. Eine Ausnahme bilden die Mikropillen. Kommt es bei Anwenderinnen zu Durchfall und Erbrechen ist die Pille wie vorher beschrieben einzunehmen, ein zusätzliches Verhütungsmittel ist aber empfehlenswert.

"Pille" und Sonne:

Treten nach intensiven Sonnenbädern Pigmentveränderungen der Haut auf, so kann durchaus das orale Kontrazeptivum der Grund dafür sein. Meistens reichen jedoch weniger Sonne und die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor aus, um diesen negativen Effekt zu vermeiden.

Falls die "Pille" daheim vergessen oder zu wenig mitgenommen wurde, empfiehlt es sich, einen Beipacktext immer mit sich zu führen, z.B.: im Paß oder in der Geldbörse. An Hand der genauen Zusammensetzung kann das, oftmals im Urlaubsland unter einem anderen Namen vertriebene Präparat, bezogen werden.

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