- 16.07.1999, 13:33:39
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ÖGB-Frauen: Lob für flexible Karenzzeitregelung
Mehr Männer in Karenz erwünscht
Wien (ÖGB). Als "wesentlichen Schritt" zur besseren Vereinbarkeit
von Beruf und Familie, bezeichnete heute die ÖGB-Frauenvorsitzende
Renate Csörgits die Übernahme der EU-Richtlinie zur flexiblen
Karenz. Csörgits:"Damit ist eine langjährige Forderung der ÖGB-
Frauen verwirklicht worden." ++++
Ein wesentlicher Schritt einer emanzipatorischen Frauenpolitik sei
die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer und Frauen,
Väter und Mütter, betonte Csörgits. Die Möglichkeit zur
etappenweisen Inanspruchnahme der Karenz sei ein positiver Schritt
für eine flexiblere Karenzgestaltung.
Mit der verbesserten Karenzregelung sei es nun auch Männern besser
möglich, die Karenz in Anspruch zu nehmen. Tatsache sei, so
Csörgits, dass Karenz in Österreich immer noch Frauensache ist und
mit dieser Berufsunterbrechung für viele Frauen ein Wiedereinstieg
ins Berufsleben schwierig bis unmöglich wird. In vielen
Unternehmen sei auch der Berufsaufstieg für Frauen auf Grund der
Karenzzeit nicht möglich.
Csörgits: "Auch hier ist ein Umdenken in den Betrieben notwendig."
Es sei erforderlich, weitere Schritte zur optimalen Vereinbarkeit
von Beruf und Familie zu setzen. Die Verlängerung der Behaltefrist
nach der Karenz auf 26 Wochen, bedarfsorientierte
Kinderbetreuungseinrichtungen, der Ausbau von Betriebskindergärten
und ein einkommensabhängiges Karenzgeld seien u.a.notwendige
Schritte, die es rasch zu verwirklichen gilt, betont Csörgits.
Karenzzeit dürfe nicht zur Frauenfalle im Beruf werden,
unterstrich Csörgits. Um das Risiko für Frauen zu streuen sei es
daher notwendig, auch Männer zu motivieren, verstärkt in Karenz zu
gehen. (bfm)
ÖGB, 16. Juli 1999 Nr. 371
Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
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