- 16.07.1999, 09:49:58
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Helfer kehren heim - Bilanz eines Einsatzes=
Wien (OTS) - Am Sonntag, den 18.Juli werden die letzten Helfer des
Ö-Camps aus Albanien nach Österreich zurückkehren. Voraussichtlich
zwischen 19:30 und 20:15 Uhr wird ein Hercules-Transportflugzeug mit
den Mitarbeitern an Bord am Militärflughafen in Langenlebarn
(Niederösterreich) landen.
Die letzten 34 Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen das
Basiscamp abgebaut, das Gelände gereinigt und ordnungsgemäß der
Präfektur Shkodra übergeben.
"Der Einsatz war eine Herausforderung für das Rote Kreuz. In der
Anfangsphase mußten wir sämtliches Material und die Helfer raschest
nach Albanien bringen. Dabei standen uns nur wenige Start- und
Landegenehmigungen zur Verfügung und die ersten Helfer hatten im
Krisengebiet schier Übermenschliches zu leisten. Ein weiteres Problem
war die ordentliche Versorgung der Flüchtlinge. Hier mußten wir für
die verschiedensten Transporte am See- und Landweg bis zu drei Wochen
vorab kalkulieren", so Bernhard Jany, der Sprecher des
Österreichischen Roten Kreuzes.
Die verschiedenen Hilfsorganisationen (Rotes Kreuz, Jugendrotkreuz,
Malteser Hospitaldienst, Diakonie, Arbeiter Samariter Bund und
Caritas) entsandten 224 Mitarbeiter. Aus allen österreichischen
Bundesländern waren 156 Rotkreuz-Mitarbeiter im Einsatz. Sie
versorgten nicht nur die Flüchtlinge im Camp, sondern auch jene
Menschen, die bei Gastfamilien in Shkodra und Umgebung und in der
Tabakfabrik untergebracht waren. Es wurden 500 Zelte errichtet,
13.000 Decken und 5000 Feldbetten ausgegeben. 2
Trinkwasseraufbereitungsanlagen, 12 Fahrzeuge, 6 Feldküchen und
technisches Gerät waren für diesen Einsatz notwendig. Insgesamt
wurden 476 Tonnen Material nach Albanien transportiert.
"Durch die vorbildliche Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen
wurde dieser Einsatz ein voller Erfolg und kann zu Recht ein
Aushängeschild für Österreich genannt werden. Wir freuen uns und sind
stolz, daß einer der schwersten und längsten Einsätze für das
Österreichische Rote Kreuz mit Bravour gemeistert werden konnte", so
Jany. "Durch die hohe Spendenbereitschaft der Österreicherinnen und
Österreicher war es uns möglich, rasch und effizient unseren
"Nachbarn in Not" ein Überleben zu sichern. Ich möchte allen Spendern
für die bisherige Unterstützung herzlich danken."
Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle
Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at
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