Helfer kehren heim - Bilanz eines Einsatzes

Wien (OTS) - Am Sonntag, den 18.Juli werden die letzten Helfer des Ö-Camps aus Albanien nach Österreich zurückkehren. Voraussichtlich zwischen 19:30 und 20:15 Uhr wird ein Hercules-Transportflugzeug mit den Mitarbeitern an Bord am Militärflughafen in Langenlebarn (Niederösterreich) landen.

Die letzten 34 Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen das Basiscamp abgebaut, das Gelände gereinigt und ordnungsgemäß der Präfektur Shkodra übergeben.

"Der Einsatz war eine Herausforderung für das Rote Kreuz. In der Anfangsphase mußten wir sämtliches Material und die Helfer raschest nach Albanien bringen. Dabei standen uns nur wenige Start- und Landegenehmigungen zur Verfügung und die ersten Helfer hatten im Krisengebiet schier Übermenschliches zu leisten. Ein weiteres Problem war die ordentliche Versorgung der Flüchtlinge. Hier mußten wir für die verschiedensten Transporte am See- und Landweg bis zu drei Wochen vorab kalkulieren", so Bernhard Jany, der Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes.

Die verschiedenen Hilfsorganisationen (Rotes Kreuz, Jugendrotkreuz, Malteser Hospitaldienst, Diakonie, Arbeiter Samariter Bund und Caritas) entsandten 224 Mitarbeiter. Aus allen österreichischen Bundesländern waren 156 Rotkreuz-Mitarbeiter im Einsatz. Sie versorgten nicht nur die Flüchtlinge im Camp, sondern auch jene Menschen, die bei Gastfamilien in Shkodra und Umgebung und in der Tabakfabrik untergebracht waren. Es wurden 500 Zelte errichtet, 13.000 Decken und 5000 Feldbetten ausgegeben. 2 Trinkwasseraufbereitungsanlagen, 12 Fahrzeuge, 6 Feldküchen und technisches Gerät waren für diesen Einsatz notwendig. Insgesamt wurden 476 Tonnen Material nach Albanien transportiert.

"Durch die vorbildliche Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen wurde dieser Einsatz ein voller Erfolg und kann zu Recht ein Aushängeschild für Österreich genannt werden. Wir freuen uns und sind stolz, daß einer der schwersten und längsten Einsätze für das Österreichische Rote Kreuz mit Bravour gemeistert werden konnte", so Jany. "Durch die hohe Spendenbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher war es uns möglich, rasch und effizient unseren "Nachbarn in Not" ein Überleben zu sichern. Ich möchte allen Spendern für die bisherige Unterstützung herzlich danken."

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