• 13.07.1999, 12:30:18
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  • OTS0135

GdG-Ärztevertreterin fordert Aufwertung der Tätigkeit der Stationsärzte

Dr. Sabine Oberhauser: Umfrage bestätigt Gewerkschaftsforderungen

Wien (GdG/ÖGB). "Herzlichen Dank, Herr Gesundheitsstadtrat Rieder,
für die Umfrage in Wiens Spitälern. Die Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten sieht sich durch das Ergebnis in ihren
Forderungen nach Ausbau des Projektes ‘Stationsärzte’ bestätigt.
Psychologen alleine können nicht die Aufklärung der Patienten
hinsichtlich Operation, Krankengeschichte etc. übernehmen", betont
Dr. Sabine Oberhauser, Ärztevertreterin der Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten (GdG), Hauptgruppe II – Wiener
Krankenanstaltenverbund. Seit nunmehr zehn Jahren läuft das
Projekt "Stationsärzte" (Hausärzte) in Wiens Spitälern. Aus
finanziellen Gründen wird ihre Zahl – derzeit 60 - nicht
aufgestockt. "Für diese wichtige Einrichtung fehlt der Stadt Wien
einfach das Geld. Und das ist mehr als bedenklich", so
Oberhauser.++++

Dass die Patienten mit der Aufklärung in Wiens Spitälern nicht
zufrieden sind, sieht die GdG als Hilferuf und sieht sich in ihrer
Forderung nach dem Ausbau des Projektes "Stationsärzte" bestätigt.
Die Patienten wünschen das Gespräch: Der Stationsarzt wäre somit
die Anlaufstelle auf der Station für sie und ihre Angehörigen.
"Aber 60 Stationsärzte in ganz Wien sind dafür zu wenig. Wir
treten daher vehement für den Ausbau des Projektes ‘Stationsarzt’
ein. Wenn schon kein Geld für mehr Stationsärzte vorhanden ist, so
sollten wir die vorhandenen Kapazitäten, die wir ja haben, genützt
werden", gibt Dr. Oberhauser zu bedenken.

Die GdG fordert daher – hinsichtlich des Umfrageergebnisses – mehr
Stationsärzte sowie die Aufwertung der Berufsgruppe durch
Aufstiegschancen und die Anerkennung ihrer Leistungen. "Die
Wünsche der Patienten zeigen uns dies sehr deutlich und bestätigen
uns in unserer Arbeit", so die Ärztevertreterin in der GdG.

Ansprechpartner für die Patienten in Wiens Spitälern sollen die
Stationsärzte, so genannte "Hausärzte auf den Stationen" sein. Die
derzeit rund 60 im Einsatz befindlichen Stationsärzte sind jene
ärztliche Berufsgruppe mit den schlechtesten Bedingungen,
schlechtesten Dienstzeiten sowie keinen Aufstiegschancen. "Es kann
nicht sein, dass qualifizierte Kolleginnen und Kollegen als
Personalreserve und Lückenbüßer in den Spitälern herhalten müssen.
Allein durch das zielgerechte Einsetzen ihrer Arbeitskraft an den
Stationen könnte dem Problem der mangelnden Patienteninformation
ein Ende gesetzt werden", so Dr. Oberhauser abschließend. (ew)

ÖGB, 13. Juli 1999 Nr. 361

Rückfragehinweis: Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Hauptgruppe II

Dr. Sabine Oberhauser
Tel. (01) 313 16/83708 oder 0664/46 26 978

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