- 13.07.1999, 10:03:18
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Neue Hoffnung auf Delogierungsprävention in Österreich=
Wien (car-pd) - "Ich freue mich, daß im Zuge der Novelle zum
Mietrechtsgesetz ein wichtiges Anliegen der Caritas diesmal ein
offenes Ohr gefunden hat", sagt der Wiener Caritasdirektor Michael
Landau.
In der nächsten Plenarsitzung des Nationalrats vom 13. - 16. Juli
liegt eine Novelle zum Mietrechtsgesetz zur Beschlußfassung vor. Mit
dieser Novelle wird eine rechtliche Grundlage dafür geschaffen, daß
Gemeinden schon bei Eröffnung eines Verfahrens, das mit Delogierung
enden könnte, informiert werden. Die Gemeinden können dann Maßnahmen
ergreifen, um einer Delogierung vorzubeugen. "Es ist nicht nur
menschlicher, sondern wirtschaftlich sinnvoll, einer bevorstehenden
Delogierung vorzubeugen, anstatt obdachlose Menschen dann zu
versorgen und mühsam wieder zu integrieren. Das belegen nicht zuletzt
die positiven Erfahrungen in Wien, wo sich eine solche Vorgangsweise
bisher im rechtsfreien Raum bewegt hat. Jetzt würde es eine
gesetzliche Grundlage geben, die ein erster Schritt zu einer
österreichweiten Delogierungsprävention ist", freut sich der Wiener
Caritasdirektor Michael Landau.
"Aufgrund der Information über die Delogierungsgefahr können
Gemeinden dann Organisationen oder Personen beauftragen, aktiv Hilfe
zu leisten". In Wien beispielsweise werde diese Aufgabe sehr
erfolgreich von der FAWOS, der Fachstelle für Wohnungssicherung,
wahrgenommen. "Ich hoffe, daß viele Gemeinden möglichst rasch aktive
Schritte setzen werden, um zu vermeiden, daß Familien auf der Straße
stehen", betonte Michael Landau.
Rückfragehinweis: Dr. Elisabeth Hotter, Kommunikation,
Tel.: 01/87812-139
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