Immobilientreuhänder lehnen Aufhebung der Maklerverordnung ab

Bundesinnungsmeister Steller: "Gegenwärtigen Status beibehalten"

PWK - Die Immobilientreuhänder lehnen die von Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner überfallsartig angekündigte Abschaffung der Maklerverordnung ab. Dies sei ein Danaergeschenk für die Konsumenten und für die Wohnungsmakler, betonte Bundesinnungsmeister Gerhard Steller. Nach der Einführung der Immobilienmaklerverordnung 1996 sind die Beschwerden über Makler deutlich zurückgegangen. Während sich derzeit die Makler auch um die Vermietungen im Billigpreissegment kümmern, würde dieser Sektor dann in den Schwarzmarkt abgleiten, was weder im Sinne der Konsumenten noch der Makler sein kann. Steller sprach sich dafür aus, den gegenwärtigen Status beizubehalten. ****

Eine klare Absage erteilte Steller allen Bestrebungen, die Höchstsätze für Maklerprovisionen zu senken. Der nachweisbare Trend zum Nachfragermarkt bedeute für das Maklergewerbe einen deutlich höheren Aufwand, wodurch einmal mehr die in der Verordnung geregelten Provisionssätze aus betriebswirtschaftlicher Sicht notwendig und jedenfalls gerechtfertigt sind. "Ich sehe keinen Spielraum für eine Reduzierung der Provisionshöchstsätze für die Vermittlung von Mietwohnungen. In jenen Fällen, in denen aufgrund der gesetzlichen Mietzinsbegrenzungen oder wegen einer preisgünstigen Lage eine geringe Miete vereinbart wird, müssen die Höchstsätze zu einer kostendeckenden Provision führen", so Steller. Gerade die Vermittlung eines befristeten Mietvertrages verursache keinesweg weniger, sondern eher mehr Arbeit als bei unbefristeten Mietverhältnissen.

Um ihren Betrieb und damit auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu erhalten, müßten Makler bei jedem Geschäftsfall mindestens 17.000 Schilling verdienen. Das ist gerade im unteren Preissegment des geschützten Bereiches nicht möglich. Allein in Wien wären 700 Makler und deren Mitarbeiter durch eine Senkung der Höchstprovisionssätze vom finanziellen Ruin bedroht.

Schon jetzt macht der durchschnittliche Maklerbetrieb fast keinen Gewinn mehr, wie ein Betriebsvergleich zeigt. Die Mietzinshöhe ist rückläufig, die Zahl der Transaktionen nimmt kontinuierlich ab. Fast 60% des Umsatzes gehen für Personalkosten auf, die Inserate verschlingen rund 13% des Umsatzes und der Bürobetrieb mit allen seinen Sachkosten verbraucht ca. 27% des Umsatzes.

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