- 08.07.1999, 09:38:14
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Wien: Beginn der Rückführung von Kriegsvertriebenen=
Brauner überreicht Hilfspaket mit Hausapotheken und Rucksäcken
Wien, (OTS) Die Stadt Wien bereitet die heimkehrwilligen
Kriegsvertriebenen aus dem Kosovo mit einem umfassenden
Schulungspaket auf die beginnende Rückführung in ihre Heimat vor,
so der Kommentar von Personal- und Frauenstadträtin Mag. Renate
Brauner zur koordinierten Rückführungsaktion. Nachdem gestern die
ersten Fünf Österreich verlassen haben, befinden sich derzeit 621
Kosovaren in Wien. Zug um Zug werden nun diese vorerst noch mit
Linienmaschinen nach Skopje, und von dort nach Prihtina
ausgeflogen. Dort werden sie von der International Organization
for Migration abgeholt, und mit Geld und Lebensmitteln
ausgestattet in ihre Heimatdörfer gebracht.****
Soforthilfe mit 320 Rucksäcken und 70 Erste Hilfe-Paketen
Stadträtin Brauner konnte Mittwoch einer Gruppe von
rückkehrenden Kosovaren auch konkrete Unterstützung aus Wien in
die Hand drücken: 320 stabile, große Reiserucksäcke, gefüllt mit
70 Hausapotheken - und dies als gemeinsames Geschenk der
Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer und der Apothekenkammer.
Gemeinsam hatten die Arbeiterkammer Wien, vertreten durch
Vizepräsidentin Roswitha Hörmann sowie die Gremiengruppe Sport,
Spiel und Lederwarenhandel der Wirtschaftskammer Wien, vertreten
durch Dr. Rudolf Thron, die Rücksäcke für eine "weniger
beschwerliche Heimreise" gespendet. Dazu Hörmann: "Wir wollen mit
unserer Spende helfen, daß sich die Vertriebenen eine neue
Existenz aufbauen können." Das Erste-Hilfe-Paket mit einem
Verbandskasten, Desinfektionsmittel, Wundsalbe und Aspirin wurde
von der Apothekerkammer Wien gesponsert und durch deren
Vizepräsidenten Mag. Max Wellan überreicht.
Wiener Schulungsprogramm: Von "Mine Awareness" bis hin zur
Wasseraufbereitung
In einer Umfrage der Bereichsleitung für Integration hatten
in den vergangenen Tagen alle Kosovaren den Wunsch geäußert,
heimkehren zu wollen: Allein 200 Flüchtlinge möchten sofort und
unmittelbar in den Kosovo. Nun erhalten sie ein von der Stadt
geschnürtes Unterstützungspaket. Eine Task Force, bestehend aus
dem Bundesheer, der Frauengesundheitsbeauftragten, der
Lebensmitteluntersuchungsanstalt und dem Rettungs- und
Krankenbeförderungsdienst, MA 70, bietet den Kosovaren umfassende
Schulungen. Diese betreffen die Achtsamkeit bei Minen, Erste
Hilfe, Hygiene und Wasseraufbereitung sowie Tips in Sachen
Frauengesundheit und Babypflege. Rund 63 Personen hätten bisher,
so der Kommentar der Bereichsleitung für Integration, daran
teilgenommen.
Damit vor allem die Kinder, welche durch teils getarnte und
bewußt gelegte Minen und Spengkörper gefährdet seien, besondere
Zuwendung und Hilfe erhalten, finden Minen-Kinderkurse unter
Aufsicht von Kinderpsychologen statt, schloß Renate Brauner.
(Schluß) wb
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Wolfgang Briem
Tel.: 4000/81 853
e-mail: [email protected]
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