Wien: Beginn der Rückführung von Kriegsvertriebenen

Brauner überreicht Hilfspaket mit Hausapotheken und Rucksäcken

Wien, (OTS) Die Stadt Wien bereitet die heimkehrwilligen Kriegsvertriebenen aus dem Kosovo mit einem umfassenden Schulungspaket auf die beginnende Rückführung in ihre Heimat vor, so der Kommentar von Personal- und Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner zur koordinierten Rückführungsaktion. Nachdem gestern die ersten Fünf Österreich verlassen haben, befinden sich derzeit 621 Kosovaren in Wien. Zug um Zug werden nun diese vorerst noch mit Linienmaschinen nach Skopje, und von dort nach Prihtina
ausgeflogen. Dort werden sie von der International Organization
for Migration abgeholt, und mit Geld und Lebensmitteln
ausgestattet in ihre Heimatdörfer gebracht.****

Soforthilfe mit 320 Rucksäcken und 70 Erste Hilfe-Paketen

Stadträtin Brauner konnte Mittwoch einer Gruppe von rückkehrenden Kosovaren auch konkrete Unterstützung aus Wien in die Hand drücken: 320 stabile, große Reiserucksäcke, gefüllt mit 70 Hausapotheken - und dies als gemeinsames Geschenk der Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer und der Apothekenkammer. Gemeinsam hatten die Arbeiterkammer Wien, vertreten durch Vizepräsidentin Roswitha Hörmann sowie die Gremiengruppe Sport, Spiel und Lederwarenhandel der Wirtschaftskammer Wien, vertreten durch Dr. Rudolf Thron, die Rücksäcke für eine "weniger beschwerliche Heimreise" gespendet. Dazu Hörmann: "Wir wollen mit unserer Spende helfen, daß sich die Vertriebenen eine neue
Existenz aufbauen können." Das Erste-Hilfe-Paket mit einem Verbandskasten, Desinfektionsmittel, Wundsalbe und Aspirin wurde
von der Apothekerkammer Wien gesponsert und durch deren Vizepräsidenten Mag. Max Wellan überreicht.

Wiener Schulungsprogramm: Von "Mine Awareness" bis hin zur Wasseraufbereitung

In einer Umfrage der Bereichsleitung für Integration hatten
in den vergangenen Tagen alle Kosovaren den Wunsch geäußert, heimkehren zu wollen: Allein 200 Flüchtlinge möchten sofort und unmittelbar in den Kosovo. Nun erhalten sie ein von der Stadt geschnürtes Unterstützungspaket. Eine Task Force, bestehend aus dem Bundesheer, der Frauengesundheitsbeauftragten, der Lebensmitteluntersuchungsanstalt und dem Rettungs- und Krankenbeförderungsdienst, MA 70, bietet den Kosovaren umfassende Schulungen. Diese betreffen die Achtsamkeit bei Minen, Erste
Hilfe, Hygiene und Wasseraufbereitung sowie Tips in Sachen Frauengesundheit und Babypflege. Rund 63 Personen hätten bisher,
so der Kommentar der Bereichsleitung für Integration, daran teilgenommen.

Damit vor allem die Kinder, welche durch teils getarnte und bewußt gelegte Minen und Spengkörper gefährdet seien, besondere Zuwendung und Hilfe erhalten, finden Minen-Kinderkurse unter Aufsicht von Kinderpsychologen statt, schloß Renate Brauner. (Schluß) wb

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