• 29.06.1999, 11:42:36
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  • OTS0127

Gewerkschaft ANG fordert Arbeitgeber zur Fairness auf !=

Wien (ANG/ÖGB). Das Präsidium der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-
Genuss (ANG) fordert die Wirtschaftskammer auf, ihr Mauern gegen
die "Aktion Fairness" unverzüglich aufzugeben. Sollte der
diesbezügliche Initiativantrag von ÖGB-Präsident Verzetnitsch im
Nationalrat nicht beschlossen werden, könnte dies schwer wiegende
Auswirkungen auf die Lohn- und Kollektivvertragsrunde im Herbst
haben.++++

Für die ArbeiterInnen in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie
gelten seit Jahresbeginn ähnliche Kündigungsfristen wie für die
Angestellten. Zehntausende Beschäftigte im Gewerbe können von
ihrem Dienstgeber aber noch immer kurzfristig auf die Straße
gesetzt werden.

Die Verlängerung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall um zwei
Wochen wird von der Gewerkschaft ANG als geringer Aufwand
bezeichnet, da die durchschnittliche Krankenstandsdauer in
Österreich 13,2 Tage beträgt.

Empörend findet es die Gewerkschaft ANG, dass seitens der
Wirtschaftskammer "Gegenangebote" mit einer Verschlechterung der
Arbeitnehmerrechte etwa beim Urlaub gemacht wurden.

Abschließend hält die Gewerkschaft ANG fest, dass neben der
Wirtschaftskammer die ÖVP die politische Verantwortung für die
Ungleichbehandlung der österreichischen ArbeitnehmerInnen trägt.

ÖGB, 29. Juni 1999 Nr. 327

Rückfragehinweis: Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss

Karl Demler
Tel. (01) 401 49/47 Dw.

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