Gewerkschaft ANG fordert Arbeitgeber zur Fairness auf !

Wien (ANG/ÖGB). Das Präsidium der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss (ANG) fordert die Wirtschaftskammer auf, ihr Mauern gegen
die "Aktion Fairness" unverzüglich aufzugeben. Sollte der diesbezügliche Initiativantrag von ÖGB-Präsident Verzetnitsch im Nationalrat nicht beschlossen werden, könnte dies schwer wiegende Auswirkungen auf die Lohn- und Kollektivvertragsrunde im Herbst haben.++++

Für die ArbeiterInnen in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie gelten seit Jahresbeginn ähnliche Kündigungsfristen wie für die Angestellten. Zehntausende Beschäftigte im Gewerbe können von ihrem Dienstgeber aber noch immer kurzfristig auf die Straße gesetzt werden.

Die Verlängerung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall um zwei Wochen wird von der Gewerkschaft ANG als geringer Aufwand bezeichnet, da die durchschnittliche Krankenstandsdauer in Österreich 13,2 Tage beträgt.

Empörend findet es die Gewerkschaft ANG, dass seitens der Wirtschaftskammer "Gegenangebote" mit einer Verschlechterung der Arbeitnehmerrechte etwa beim Urlaub gemacht wurden.

Abschließend hält die Gewerkschaft ANG fest, dass neben der Wirtschaftskammer die ÖVP die politische Verantwortung für die Ungleichbehandlung der österreichischen ArbeitnehmerInnen trägt.

ÖGB, 29. Juni 1999 Nr. 327

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