Transporteure: KV-Verhandlungen an 0,14 Prozent gescheitert

Gewerkschaft HTV verläßt neuerlich den Verhandlungstisch - Bauer: "Gewerkschaft hat sich verkehrspolitisch abgemeldet"

PWK - "Die Gewerkschaft HTV hat scheinbar am Demonstrieren Geschmack gefunden, anders ist der Abgang vom Verhandlungstisch nicht erklärbar", kommentiert Rudolf-Christian Bauer, Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich, das überraschende Ende der letzten KV-Runde. ****

Nach mehr als fünf Stunden Verhandlung konnten die anfangs gegensätzlichen Standpunkte ziemlich angenähert werden. Über die Laufzeit, die Diätenzahlungen, kleine arbeitsrechtliche Anpassungen und die Abgeltung für den verflossenen Stichtag konnte bereits Einigung erzielt werden.

Die Arbeitgeberseite hat angeboten, die Stundenlöhne linear um 1,50 Schilling zu erhöhen. Die Gewerkschaft hat eine verlaufende Lohnerhöhung um 1,9 Prozent gefordert. Auf Jahreslohnbasis gerechnet wäre das eine Differenz von 0,14 Prozent. Trotz einer Inflationsrate von 0,3 Prozent und einem Transportpreisverfall von 25 Prozent war die Gewerkschaft nicht bereit abzuschießen.

"Wir haben als Verhandlungsteam der Arbeitgeber eine wesentliche wirtschaftliche Verantwortung auch für die Sicherheit der Arbeitsplätze im Bereich der Transporteure", analysiert Bauer die Situation. "Die wirtschaftliche Basis der Klein- und Mittelbetriebe in der Transportwirtschaft ist äußerst schlecht. Die Globalisierung der Wirtschaft wird immer mehr zum Bumerang für diese Unternehmensgruppe. Es wird auch die Gewerkschaft HTV zur Kenntnis nehmen müssen, daß die wirtschaftliche Ertragslage den Lohnerhöhungen gewisse Grenzen setzt. Die Wünsche der Arbeitnehmerseite werden von Verhandlung zu Verhandlung mehr und höher. Die Transportunternehmer haben kein Verständnis dafür, daß sie von der Gewerkschaft in der Öffentlichkeit schlecht gemacht werden und dafür auch noch in Form von Lohnerhöhungen bezahlen sollen".

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