Verkehrsminister Einem fordert in FORMAT eigenes Infrastrukturministerium

"Habe bereits eine diesbezügliche Zusage von Bundeskanzler Viktor Klima"

Wien (OTS) - Angesichts des drohenden Stau-Sommers -Verkehrsexperten rechnen mit 220.000 PKW, die mit Schulbeginn durch Österreich rollen werden - ist zwischen den beiden Koalitionsparteien ein heftiger Streit um die Verkehrspolitik entbrannt. Verkehrsminister Caspar Einem setzt gegenüber FORMAT auf den weiteren Ausbau der Schiene: "Das Schienenangebot muß besser und attraktiver werden. In den letzten Jarhren wurde massiv in die Straße investiert und wenig in die Schiene. Da gibt es Nachholbedarf."

Heftige Angriffe richtet Einem bezüglich der Einführung des sogenannten Road-Pricing gegen ÖVP-Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner: "Wenn die ÖVP die Umsetzung nicht blockiert hätte, dann hätten wir es schon seit 1998 - so, wie wir es in der Koalitionsvereinbarung beschlossen haben." Hannes Farnleitner kontert gegenüber FORMAT: "Zu glauben, daß die Forcierung der Bahn die Lösung des Verkehrsproblems ist, ist kindisch und eine unlautere Bevormundung der Bevölkerung."

Bei den nächsten Koalitionsverhandlungen, so Einem weiter, "müßte die gesamte Verkehrspolitik in einer Hand in einem Infrastrukturresort vereint werden. Das ist mein Wunsch. Das erspart uns endlich auch die Probleme mit den Straßenfundamentalisten." Einem bestätigt gegenüber FORMAT, daß er bereits eine diesbezügliche Zusage von Bundeskanzler Viktor Klima habe. ÖVP-Partner Hannes Farnleitner lehnt den Einem-Vorschlag ab: "Es gibt überhaupt kein Kompetenzwirrwarr. Die Leute wissen einfach nur nicht Bescheid."

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