- 27.06.1999, 08:00:08
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Verkehrsminister Einem fordert in FORMAT eigenes Infrastrukturministerium
"Habe bereits eine diesbezügliche Zusage von Bundeskanzler Viktor Klima"
Wien (OTS) - Angesichts des drohenden Stau-Sommers -
Verkehrsexperten rechnen mit 220.000 PKW, die mit Schulbeginn durch
Österreich rollen werden - ist zwischen den beiden Koalitionsparteien
ein heftiger Streit um die Verkehrspolitik entbrannt.
Verkehrsminister Caspar Einem setzt gegenüber FORMAT auf den weiteren
Ausbau der Schiene: "Das Schienenangebot muß besser und attraktiver
werden. In den letzten Jarhren wurde massiv in die Straße investiert
und wenig in die Schiene. Da gibt es Nachholbedarf."
Heftige Angriffe richtet Einem bezüglich der Einführung des
sogenannten Road-Pricing gegen ÖVP-Wirtschaftsminister Hannes
Farnleitner: "Wenn die ÖVP die Umsetzung nicht blockiert hätte, dann
hätten wir es schon seit 1998 - so, wie wir es in der
Koalitionsvereinbarung beschlossen haben." Hannes Farnleitner kontert
gegenüber FORMAT: "Zu glauben, daß die Forcierung der Bahn die Lösung
des Verkehrsproblems ist, ist kindisch und eine unlautere
Bevormundung der Bevölkerung."
Bei den nächsten Koalitionsverhandlungen, so Einem weiter, "müßte
die gesamte Verkehrspolitik in einer Hand in einem
Infrastrukturresort vereint werden. Das ist mein Wunsch. Das erspart
uns endlich auch die Probleme mit den Straßenfundamentalisten." Einem
bestätigt gegenüber FORMAT, daß er bereits eine diesbezügliche Zusage
von Bundeskanzler Viktor Klima habe. ÖVP-Partner Hannes Farnleitner
lehnt den Einem-Vorschlag ab: "Es gibt überhaupt kein
Kompetenzwirrwarr. Die Leute wissen einfach nur nicht Bescheid."
Rückfragehinweis: Klaus Zellhofer 0664/ 431 71 07
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