Eine Schlacht als Geburtsstunde des Roten Kreuzes - Am 24. Juni 1859 wurde der Schweizer Henry Dunant, Gründer des Roten Kreuzes, Augenzeuge der "Schlacht von Solferino"

Wien (ÖRK) - "An jenem denkwürdigen 24. Juni standen sich mehr als dreihunderttausend Menschen gegenüber", schrieb Henry Dunant in seinem Tatsachenbericht "Eine Erinnerung an Solferino". Italiener und Franzosen kämpften in der Lombardei gegen die Österreicher. Dunant, der sich gerade auf einer Geschäftsreise befand, stellte mit Entsetzen fest: "Die Armee hatte bei ihrem Rückzug alle Verwundeten mitgenommen, die auf eigenen Wagen und requirierten Karren fortgeschafft werden konnten. Wie viele Unglückliche aber blieben auf der Erde liegen, die von ihrem Blut getränkt war!". Dieses furchtbare Geschehen stand am Anfang der heute weltweiten Rotkreuz-Bewegung.

Dunant organisierte noch am selben Tag mit behelfsmäßigen Mitteln eine Hilfsaktion, danach schlug er in seiner "Erinnerung" folgende Lösung vor: "Ferner ist es nötig, daß die Hilfe sofort einsetzt, denn was heute den Verwundeten noch zu retten vermag, kann diese vielleicht morgen nicht mehr. So braucht man also freiwillige Helferinnen und Helfer, die im voraus ausgebildet, geschickt mit ihrer Aufgabe vertraut sind, die außerdem von den Armeeführern anerkannt und daher in jeder Weise unterstützt werden". Knapp darauf schlossen sich vier Genfer, ein Bankier, ein General und zwei Ärzte, Dunant an und gründeten das künftige Internationale Komitee vom Roten Kreuz.

1864 unterzeichneten zwölf Staaten einen ersten Vertragsentwurf des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. In dieser ersten Genfer Konvention wurde festgelegt, daß Ambulanzen, Lazarette und Sanitätspersonal des Roten Kreuzes als neutral anerkannt, geschützt und geachtet werden und die Verwundeten ohne Unterschied der Nationalität und Partei aufgenommen und verpflegt werden dürfen. Im Jahre 1901 wurde Henry Dunant der erste Friedens-Nobelpreis verliehen.

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