Neu an der NÖ Landesakademie:

Ludwig Boltzmann-Institut für Technologierecht

St.Pölten (NLK) - Mit Technologie und Recht wird sich das neue Ludwig Boltzmann-Institut an der NÖ Landesakademie in St.Pölten künftig befassen. Bislang offene Rechtsfragen bei der Nutzung neuer Technologien, insbesondere rund ums Internet, sollen in internationalen Forschungsprojekten einer Lösung zugeführt werden. Am kommenden Dienstag, 22. Juni, um 14 Uhr wird das "Ludwig Boltzmann-Institut für Europäisches und internationales Technologierecht" im Beisein der niederösterreichischen Spitzenpolitiker Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger, feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Die extrem schnellebige Trägertechnologie Internet wirft eine Fülle von noch ungelösten privat- und öffentlich-rechtlichen Fragen auf: etwa die Gültigkeit von Unterschriften, die Besteuerung von Internetgeschäften, die Internetkriminalität und deren Bekämpfung, Fragen des Jugendschutzes und des grenzüberschreitenden Warenverkehrs. Alles technologierelevante Rechtsfragen, die heute nur mehr im europäischen und internationalen Konnex gelöst werden können. "Diese Rechtsgebiete wollen wir in interdisziplinärer und internationaler Diskussion untersuchen und Lösungsmodelle erarbeiten", so der Leiter des neuen Forschungsinstitutes, Univ.Prof. Dr. Manfred Straube. Partner sind derzeit die NÖ Landesakademie und das Institut für Rechtswissenschaften an der TU Wien. Die einzelnen Forschungsprojekte sollen in Kooperation mit in- und ausländischen Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.

Für die NÖ Landesakademie ist das neue Institut ein weiterer Schritt in Richtung Zukunftsakademie für Niederösterreich. "Zum Vordenken in die Zukunft gehört auch das Nachdenken über die menschliche Dimension von neuen Entwicklungen. Rechts- und vor allem Jugendschutz dürfen daher vor neuen Medien nicht Halt machen", freut sich LAK-Geschäftsführer Mag. Alberich Klinger über das österreichweit erste Boltzmann-Institut mit Schwerpunkt Technologierecht unter seinem Dach.

Vier Forschungsprojekte wurden bereits in Angriff genommen:
Wirtschaftsrecht und Internet, Öffentlich-rechtliche Fragen rund ums Internet, Rechtsfragen des Technologietransfers und Fragen, die sich aus der Wechselbeziehung Technik-Medizin-Recht-Ethik ergeben.

Nähere Informationen: NÖ Landesakademie, Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 02742/294-7403.

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