- 18.06.1999, 10:56:24
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10 Jahre neues Landeskrankenhaus Tulln
Eine Viertelmillion Patienten behandelt
St.Pölten (NLK) - 250.000 Patienten wurden stationär und ambulant
behandelt, seit im Juni 1989 der Neubau des NÖ Landeskrankenhauses
Tulln durch den damaligen Bundespräsidenten Kurt Waldheim und
Landeshauptmann Siegfried Ludwig eröffnet wurde. Am Samstag, 26.
Juni, wird das 10-Jahr-Jubiläum mit einem "Tag der offenen Tür" und
einem Festakt, zu dem sich auch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
angekündigt hat, gefeiert. Dabei kann das Landeskrankenhaus eine
beeindruckende Bilanz ziehen.
Die stationären Aufenthalte haben sich in den letzten 10 Jahren
von etwa 7.800 auf 11.000 pro Jahr erhöht, bei den ambulanten Fällen
gab es sogar eine Verdoppelung von 11.000 auf 22.000 Patienten. Die
durchschnittliche Verweildauer pro Krankenhausaufenthalt sank
gleichzeitig von 9 auf 5,5 Tage. Damit liegt das Landeskrankenhaus
Tulln in Niederösterreich an der Spitze. Besonders erfreulich: Rund
7.000 Erdenbürger haben im "neuen" Landeskrankenhaus Tulln das Licht
der Welt erblickt. Die Leistungen schlagen sich natürlich auch auf
der Ausgabenseite nieder. Zur Finanzierung des Spitalbetriebes mußten
in den vergangenen 10 Jahren mehr als 2,8 Milliarden Schilling
aufgewendet werden, damit stellt das Krankenhaus einen bedeutenden
Wirtschaftsfaktor für Stadt, Bezirk und Land dar. Mit rund 360
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es überdies einer der
bedeutendsten Arbeitgeber in der Region.
Besonders hervorzuheben sind die Bestrebungen im
Qualitätsmanagement: Als erstes Spital Europas hat das
Landeskrankenhaus Tulln 1996 ein zertifiziertes
Umweltmanagement-System nach ISO 14001 eingeführt und damit national
und international Aufmerksamkeit gefunden. Entsprechend dem
Projektslogan "Wir sorgen für Mensch und Umwelt" wird der
Umweltschutz als wesentliches Unternehmensziel beachtet. Dabei hat
sich gezeigt, daß betrieblicher Umweltschutz auch Kosten in
Millionenhöhe sparen kann.
Im Zuge des Umweltmanagementsystems wurde das Projekt "Sanfte
Mobilität" mit dem Ziel gestartet, das Verkehrsaufkommen zu
reduzieren und den CO2-Ausstoß zu verringern. Das Landeskrankenhaus
Tulln ist einer von vier Pilotbetrieben in Österreich, welche an
dieser durch Umweltministerium und Wirtschaftskammer geförderten
Aktion teilnehmen. Seit März 1999 läuft außerdem das Projekt "Bio in
der Großküche", bei dem auf die Dauer eines Jahres der Einsatz von
Lebensmitteln aus biologischer Erzeugung in Zusammenarbeit mit der NÖ
Umweltberatung und dem Ernteverband in der Krankenhausküche getestet
wird.
Weitere Auszeichnungen zeugen von außerordentlichen Aktivitäten
des Landeskrankenhauses Tulln: Im Jahr 1996 erhielt das Krankenhaus
den ÖKO Audit-Preis durch den Umweltminister, 1997 wurde es mit dem
zweiten Preis im NÖ Umweltwettbewerb ausgezeichnet. Im selben Jahr
konnte das Krankenhaus den Sieg im Wettbewerb "Taten statt Worte" in
der Kategorie Großbetriebe als familienfreundlichster Betrieb
Niederösterreichs erringen. Familienfreundliche Arbeitszeiten sowie
die seit vielen Jahren bestehende Kinderbetreuungseinrichtung waren
ausschlaggebende Gründe für die Zuerkennung des ersten Preises. Im
Jahr 1998 schließlich erhielt die geburtshilfliche Abteilung die
UNICEF-Auszeichnung zum "Stillfreundlichen Krankenhaus".
Entscheidend ist natürlich, wie die Leistungen von den Patienten
angenommen werden. Die ständig durchgeführten Patientenbefragungen
stellen dem Landeskrankenhaus ein "Vorzugszeugnis" aus: Mehr als 96
Prozent der Befragten zeigen sich mit der ärztlichen und
pflegerischen Betreuung sehr zufrieden, ähnlich positiv werden die
Qualität des Essens und die Krankenzimmer beurteilt.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180
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