- 17.06.1999, 12:41:21
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- OTS0234
Scientology: ORF Film "Verschwunden in Happy Valley" glänzt mit Lügen
"Märchenstunde der Extraklasse"
Wien (OTS) - Als "Märchenstunde der Extraklasse" bezeichnete heute
Scienotology-Sprecher Andreas Böck den gestern ausgestrahlten Film
"Verschwunden in Happy Valley?". Der Film manipuliere in
"Boulevard-Stil" und ist in sich auf der Lüge aufgebaut, daß eine
deutsche Scientologin in den USA vermißt werden würde (was im Film
selbst auch widerlegt wurde).
So erzählte der Autor Peter Reichelt der Kronen Zeitung, daß der
Film im ABC ausgestrahlt wurde und daraufhin der US-Senat eine
Untersuchung anordnete. Der Kurier wiederum berichtete von einer
Untersuchung der amerikanischen Staatsanwaltschaft. Diese Information
ist falsch: Der Film wurde weder in ABC ausgestrahlt noch wurde
jemals eine Untersuchung vom US-Senat angeordnet bzw. von einer
Staatsanwaltschaft oder sonst irgendeiner anderen Stelle.
Alleine hier sollte klar sein, daß diese Dokumentation jeglicher
Grundlage entbehrt. Es wäre kaum vorstellbar, daß die Regierung der
USA oder Dänemarks (wo sich die angeblichen "Straflager" befinden
sollen) solche Zustände billigen würden.
"Am Samstag den 8 April 1998, haben die deutschen Journalisten
Peter Reichelt und Ina Brockmann eine Pressemitteilung über das
Microsoft News Internet veröffentlicht, in dem Sie in Bezug auf den
hohen Vertreter von Scientology, Ken Hoden, die falsche Beschuldigung
ausgesprochen haben, daß dieser Gefangen genommen wurde und wegen
Erpressung belangt wurde", sagte der ehemalige Polizist und jetzige
Privatdetektiv, Jack Shadduck, in einer Eidesstattlichen Erklärung,
die der Kirche vorliegt. Shadduck wurde von Peter Reichelt und Ina
Brockmann engagiert, sie bei den Dreharbeiten zu begleiten. Er ist
also jemand, der bei den Geschehnis direkt anwesend war.
Weiters veröffentlichte Peter Reichelt die unwahre und absurde
Anschuldigung, daß sie von Herrn Ken Hoden mit einem Gewehr bedroht
wurden. Reichelt im Zuge der Promotion zu dem Film: "Wir befanden uns
teilweise in Lebensgefahr". Shadduck dazu in der Eidesstattlichen
Erklärung: "Zu keiner Zeit hatte irgend jemand ein Gewehr oder durch
den Gebrauch einer Waffe jemanden Auf- bzw. Festgehalten".
In einer weiteren schriftlichen Erklärung, die der Kirche vorliegt,
sagte das Unternehmen "Landells Aviation", bei dem Peter Reichelt
(welcher sich bei der Firma als "Peter Alexander" vorstellte) und Ina
Brockmann einen Hubschrauber mit Piloten gemietet hatte: "Aus der
Luft und der Distanz zu der Ranch konnte ich keinerlei Anormalitäten
feststellen. Es gab einen normalen Zaun und normale Gebäude, wie sie
auf jeder Ranch zu finden sind".
Der bekannte Schauspieler und "humanitäre Engel", Dietmar
Schönherr, machte ebenfalls die zweifelhafte Bekanntschaft mit Herrn
Peter Reichelt, da sie beide in der Stiftung "Hilfe zur Selbsthilfe"
aktiv waren, welche in dem ärmsten Ländern der Welt Entwicklungshilfe
leistete. Schönherr in einem Brief betreffend Reichelt: "Dieser Herr
Peter A. Reichelt reagierte weder auf meine bitten oder Anregungen
noch auf Anordnungen des Vereinsvorsitzenden. Von allen Seiten vor
Herrn Reichelt gewarnt, von Freund und Feind, aber auch von
Fernsehanstalten, wo er längst Hausverbot hatte..." und "Ich finde es
eine große Unverfrorenheit, wenn Herr Reichelt, der jetzt den Verein
präsentiert, mir vorwirft, ich hätte ihn bzw. den Verein geschädigt.
Ich spreche Herrn Reichelt jegliche Qualifikation, geistig und
moralisch, ab, eine solche Beurteilung von sich zu geben. Ich
behaupte, daß es Herrn Reichelt nicht um Hilfestellung in Nicaragua
ging, sondern nur um Geld und Selbstdarstellung".
Zu behaupten, daß die US-Regierung in den Vereinigten Staaten
Straflager von Scientology duldet grenzt an Größenwahnsinn. Im
Gegenteil, die US-Regierung hat in den letzen Jahren wiederholt
darauf hingewiesen, daß die Kirche in Europa mit einer Kampagne
konfrontiert und Diskriminierung ausgesetzt ist. Erst vor wenigen
Wochen veröffentlichte eine Kommission der USA einen Bericht, in dem
die USA aufgefordert wurde, auf Frankreich, Belgien, Deutschland und
ÖSTERREICH einzuwirken, um "neue Gruppen und religiöse Minderheiten"
nicht länger zu behindern (siehe APA-Meldung APA559 vom 15. April).
"Wir wurden vom ORF weder zu einer Stellungnahme eingeladen noch
wurden eine Anstrengung unternommen, die wüsten Anschuldigungen in
irgendeiner Art und Weise mit uns zu überprüfen. Ich bin gespannt, ob
der ORF nun auch bereit ist, diese Tatsachen seinen Zuschauern nicht
vorzuenthalten", schloß Böck.
Rückfragehinweis: Andrea Böck
Scientology Kirche Österreich
Te. 0676 305 42 91
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