- 16.06.1999, 12:43:28
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- OTS0186
Künstlergespräch mit JANNIS KOUNELLIS 25. Juni 1999, 19.00 Uhr
Wien (OTS) - Im Rahmen der Ausstellung Jannis Kounellis - Il
sarcofago degli sposi wird am Freitag, dem 25. Juni 1999 um 19.00 Uhr
in der MAK-Ausstellungshalle ein Künstlergespräch stattfinden. Jannis
Kounellis wird über seine aktuelle Arbeit, die er für das MAK
geschaffen hat, sowie über Themen und Werke der Ausstellung sprechen.
Jannis Kounellis, eine Schlüsselfigur der zeitgenössischen Kunst und
Mitbegründer der Arte Povera Bewegung im Italien der 60er Jahre, hat
durch seine stilistische Freiheit und sprachlichen Neuerungen spätere
Generationen nachhaltig beeinflußt. Die Ausstellung, die noch bis zum
22. August im MAK zu sehen ist, zeigt mit über dreißig Werken einen
repräsentativen Querschnitt durch das Werk von Jannis Kounellis.
Neben wichtigen Arbeiten der 60er Jahre und späteren Hauptwerken wird
in der Ausstellung eine neue, eigens für das MAK geschaffene
Rauminstallation in der zentralen Ausstellungshalle präsentiert.
Datum: 25. Juni 1999
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst
MAK-Ausstellungshalle
Weiskirchnerstraße 3
A-1010 Wien
Info: +43-1-711 36-345 oder +43-1-711 36-233
Bruno Gironcoli
Lady Madonna. Nachtrag zu einer vergangenen Ausstellung.
Pressepreview: Dienstag, 6. Juli 1999, 10.30 Uhr
Ausstellungsort: MAK-Ausstellungshalle
MAK - Österreichisches Museum für angewandte
Kunst
Weiskirchnerstraße 3, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer: 7. Juli - 29. August 1999
Öffnungszeiten: Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 21.00 Uhr, Mo geschlossen
Lady Madonna. Nachtrag zu einer vergangenen Ausstellung. ist die
zweite große Ausstellung des österreichischen Bildhauers Bruno
Gironcoli im MAK. Den 1997 gezeigten raumfüllenden Skulpturen
Gironcolis folgt nun vom 7. Juli bis 29. August ein Zyklus von 154
Buntstiftzeichungen aus den Jahren 1980-1985.
In Bruno Gironcolis Werk spielt die Zeichnung eine wichtige Rolle.
Ihr kommen verschiedene pragmatische und ästhetische Funktionen zu.
War sie zu Beginn der sechziger Jahre autonome Studie, wurde sie
später zum Entwurf für die unterschiedlichen Polyesterformen seiner
Skulpturen. In den siebziger Jahren entwickelte Gironcolis Zeichnung
- neben nach wie vor existierenden kleinen Entwurfskizzen - einen
zunehmend eigenständigen Wert. In ihr formuliert Gironcoli Ideen und
breitet das Inventar seiner Skulpturen aus: Ähren, Trauben, Wannen,
Kämme, Löffel, Teller, Gasventile und -schläuche, engerlingshafte
Objekte, Toilettschüsseln, Maschinen- und Möbelteile. All diese Dinge
gehören zum Repertoire Gironcolis, das er der kleinbürgerlichen
Lebenswelt entnommen hat. Besetzt mit Erinnerungen sind sie Ausdruck
unterschiedlichster widerstreitender Gefühle. Embryonen, Männer,
Frauen, Hunde, rumpfförmige, oft gesichtslose Gestalten bevölkern
diese Objektwelten, die sich oft zu futuristisch anmutenden Ambienten
ausweiten.
Der menschliche Körper erscheint bei Gironcoli fragmentiert,
verformt, mit Auswüchsen versetzt oder siamesischen Zwillingen gleich
mit anderen verschmolzen. Er ist Träger von Sexualität, der Beziehung
zwischen den Geschlechtern und von Mutterschaft, einem zentralen
Thema in Gironcolis Werk. Die oft beklemmenden, in ein
bedrohlich-aggressives oder zumindest beunruhigendes Umfeld
gestellten Wesen suggerieren Isolation, Verstörtheit und die
Zwanghaftigkeit mechanischer oder menschlicher Abläufe. Gironcoli
schafft besonders in seinen Zeichnungen eine Welt aus
symbolbeladenen, einer persönlichen Ikonographie verbundenen
Gegenständen und angedeuteten ritualisierten Handlungsabläufen, aus
der es trotz der Vieldeutigkeit kein Entrinnen zu geben scheint.
Ein weiteres wichtiges Thema, das sich in den Zeichnungen
wiederfindet, ist Bruno Gironcolis formale Auseinandersetzung mit dem
Thema Kreis. In den Zeichnungen werden Details von Objekten geklärt
und neue Zuordnungen gefunden. Es wird hier auch nachvollziehbar, wie
der Künstler Figuratives mit abstrakt Dekorativem überblendet so wie
er auch abstrakte Formen in biomorphe Strukturen überführt.
Der ausgestellte Zyklus der Buntstiftzeichungen fällt zeitlich in
eine Phase des Umbruchs in Gironcolis Werk: die Entwicklung geht
trotz ähnlichen Vokabulars hin zu abstrakter und dynamischer
wirkenden Formen. Parallel zum Zyklus der Buntstiftzeichnungen zeigt
das MAK zwei neue Skulpturen von Bruno Gironcoli, die das
Zusammenspiel von Zeichnung und Skulptur verdeutlichen. Die
literarische Komponente in Gironcolis Zeichnungen zeigt eigentlich
erst den Zweck seiner Skulpturen: auf Handlungspartituren wird deren
Funktion vorgeführt, ein Spielraum entworfen, der erst die wahre
Dimension der jeweiligen Plastik verdeutlicht. Die Skulptur wird
illusionistisch benützt und so erst eigentlich fertiggestellt.
Lady Madonna. Nachtrag zu einer vergangenen Ausstellung soll eine
aktuelle Auseinandersetzung mit dem zeichnerischen Werk von Bruno
Gironcoli evozieren, das gleich seinem bildhauerischen eine stark
individuelle Stellung im Rahmen des zeitgenössischen Kunstdiskurses
einnimmt.
Ausstellungsdaten: Bruno Gironcoli
Lady Madonna. Nachtrag zu einer
vergangenen Ausstellung.
Pressepreview: Dienstag, 6. Juli, 10.30 Uhr
Eröffnung: Dienstag, 6. Juli 1999, 20.00 Uhr
Ausstellungsort: MAK-Ausstellungshalle
MAK - Österreichisches Museum für
angewandte Kunst
Weiskirchnerstraße 3, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer: 7. Juli - 29. August 1999
Öffnungszeiten: Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 21.00 Uhr, Mo geschlossen
Ausstellung: Bruno Gironcoli, Peter Noever
MAK-Kurator: Bettina M. Busse
Assistenz: Cornelia Greber
Projektmanagement: Margarete Heck
Technische Leitung: Harald Trapp, Philipp Krummel
Katalog: Bruno Gironcoli. Zeichnungen 1980-1985.
Mit einem Beitrag von Wolfgang Pauser.
116 Seiten, 148 Farbabbildungen, Eigenverlag des
Künstlers,
ATS 280.-
Führungen: Samstags, 16.00 Uhr
Treffpunkt: Foyer Weiskirchnerstraße
Schulklassen, Gruppen und Sondertermine gegen
Anmeldung: Gabriele Fabiankowitsch,
Tel. 01-711 36-298
Feiertage: 15. 8. Maria Himmelfahrt10.00-18.00 Uhr
MAK-Eintritt: öS 90,00/öS 45,00 ermäßigt für Schüler, Studenten,
Senioren ab 60, Soldaten, Zivildiener, Gruppen ab
10 Personen/Freier Eintritt für Kinder bis 10,
Mitglieder der MAK ART SOCIETY, Studenten der
Universität für angewandte Kunst, Museumspaß,
Arbeitslose, österr. Schulklassen.
Rückfragehinweis: Dorothea Apovnik
Tel. +43-1-711 36-233
Fax +43-1-711 36-227
e-mail: [email protected]
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